Finst

Animoca Brands legt Nasdaq-Plan nach Abbruch der Currenc-Gespräche auf Eis

Die umgekehrte Fusion mit der Currenc Group ist pausiert, wodurch Animocas Weg zu einer Nasdaq-Notierung vorerst offenbleibt. Das Unternehmen aus Hongkong sucht weiterhin einen Börsengang über eine große öffentliche Börse.

Animoca Brands legt Nasdaq-Plan nach Abbruch der Currenc-Gespräche auf Eis

Wichtigste Erkenntnisse

  • Animoca Brands hat die Gespräche über eine umgekehrte Fusion mit der Currenc Group gestoppt.
  • Damit schiebt das Hongkonger Kryptounternehmen seinen Plan für eine Nasdaq-Notierung vorerst auf.
  • Animoca sagt jedoch, dass es einer Börsennotierung über eine große öffentliche Börse weiter verpflichtet bleibt.

Animoca Brands hat die Gespräche über eine umgekehrte Fusion mit der Currenc Group gestoppt. Damit schiebt das Hongkonger Kryptounternehmen seinen Plan für eine Nasdaq-Notierung vorerst auf, auch wenn es weiterhin an einem Börsengang über eine große öffentliche Börse festhalten will.

Gespräche kommen ins Stocken

Laut Animoca passt der geplante Zeitplan nicht mehr zu den Zielen beider Parteien. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass die Verhandlungen deshalb ausgesetzt wurden. Die Gespräche zwischen Animoca und Currenc begannen Ende vergangenen Jahres, mit dem Plan, dass Animoca 95% des zusammengeführten Unternehmens besitzen sollte.

Animoca sagte, es bleibe „vollständig verpflichtet“ zu einer Notierung an einer großen öffentlichen Börse. Mitgründer Yat Siu ergänzte, dass das Unternehmen weiterhin nach „optimalen Wegen“ zu einer Börsennotierung suche. Die Formulierung zeigt, dass das Unternehmen nicht von einem Listing abrückt, aber andere Wege offenhält.

Was Animoca antreibt

Animoca Brands ist in DeFi, KI, NFTs und Gaming aktiv. Außerdem wächst das Beratungsgeschäft schon länger zu einem wichtigeren Teil des Umsatzes heran. Das macht eine öffentliche Notierung für das Unternehmen relevant, weil es dadurch möglicherweise ein breiteres Profil gegenüber institutionellen Akteuren und dem internationalen Markt erhält.

Der vorgeschlagene Deal mit Currenc passte in diese breitere Strategie. Die Idee war, über eine Reverse Merger schneller Zugang zum US-Markt zu bekommen, ohne einen klassischen IPO. Da dieser Weg nun auf Eis liegt, bleibt die Frage offen, welche Struktur Animoca später für eine Notierung wählt.

Bedeutung für den Markt

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Animoca zu den bekannteren Namen im Bereich digitaler Assets zählt. Das Unternehmen bewegt sich an der Schnittstelle von Krypto, Gaming und KI, und eine Börsennotierung könnte die Sichtbarkeit dieses Segments weiter erhöhen. Gleichzeitig zeigt die Verzögerung, dass selbst große Kryptounternehmen ihre Börsenpläne nicht immer nach Zeitplan umsetzen können.

Das Interesse an einer Notierung passt zu einem breiteren Trend, in dem digitale Assets und Tokenisierung zunehmend in Richtung Kapitalmarkt rücken. So zeigen tokenisierte Aktien, dass Anleger auch außerhalb des klassischen Kryptomarkts immer häufiger mit Blockchain-Strukturen arbeiten.

Currenc schloss am Montag bei 3,23 Dollar (2,81 Euro), 1,25% höher als am Tag, und fiel danach im nachbörslichen Handel um weitere 0,93%.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.