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Bitcoin schließt nach 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt

Bitcoin schloss erstmals seit 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt, ein Niveau, das Galaxy Research als mögliche Bestätigung eines neuen Aufwärtstrends sieht.

Bitcoin schließt nach 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin schloss die Woche bis zum 20. September erstmals seit 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt.
  • Der Kurs stieg in einer Woche um fast 6 % und lag bei rund 81.000 Dollar, nach einem Anstieg von etwa 29 % in 35 Tagen.
  • Galaxy Research sieht den Wochenschluss über diesem Durchschnitt als mögliches Signal, dass der Bärenmarkt vorbei ist.

Bitcoin schloss die Woche bis zum 20. September erstmals seit 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt. Laut Galaxy Research könnte das ein wichtiges Signal dafür sein, dass der Bärenmarkt hinter ihm liegt und ein neuer Aufwärtstrend begonnen hat.

Der Kurs stieg in der Woche um fast 6 % und lag bei rund 81.000 Dollar (70.700 Euro). Damit legte Bitcoin innerhalb von 35 Tagen um etwa 29 % zu. Besonders wichtig ist, dass die Wochenkerze nun tatsächlich über dem Durchschnitt geschlossen hat und nicht nur kurz darüber lag.

Warum dieser Schlusskurs zählt

Bitcoin wird rund um die Uhr gehandelt, aber die Woche endet am Sonntag um 23:59 UTC. Analysten messen einem Schlusskurs über einem wichtigen gleitenden Durchschnitt oft mehr Bedeutung bei als einem kurzen Ausbruch darüber. Der 50-Wochen-Durchschnitt ist schlicht der Durchschnitt der wöchentlichen Schlusskurse über etwa ein Jahr und gilt als Maßstab für den langfristigen Trend.

In schwachen Phasen wirkt diese Linie oft wie eine Decke. In stärkeren Phasen bleibt Bitcoin dagegen darüber. Galaxy bezeichnet den Durchschnitt deshalb schon länger als ein Niveau, das bei größeren Rückgängen schwer zurückzuerobern ist.

Historisch wichtiges Niveau

Galaxy hat große Bitcoin-Rückgänge seit 2011 untersucht und festgestellt, dass Bitcoin in 13 Fällen 11-mal nicht mehr auf ein neues Tief zurückfiel, nachdem der Kurs wieder über dem 50-Wochen-Durchschnitt geschlossen hatte. In früheren Zyklen fiel eine solche Erholung oft mit dem Ende eines Bärenmarkts zusammen.

Die Beispiele sind bekannt. Nach dem Crash von 2011 eroberte Bitcoin die Linie im Januar 2012 zurück, worauf später eine enorme Bullenmarkt folgte. Nach dem Bärenmarkt von 2014 und 2015 passierte das erneut im Oktober 2015, gefolgt von der Rally bis fast 20.000 Dollar (17.500 Euro) im Dezember 2017. Auch im Mai 2019 und im März 2023 kam Bitcoin wieder über den Durchschnitt, bevor der Kurs weiter anzog.

Gleichzeitig warnt die Geschichte auch vor Fehlsignalen. Zwei der 13 Fälle führten nicht dazu, dass die Erholung gehalten werden konnte, beide in der unruhigen Phase um Ende 2021 und Anfang 2022. Damals fiel Bitcoin später doch wieder in Richtung 16.000 Dollar (14.000 Euro) zurück.

Was Anleger daraus ableiten

Für europäische Kryptonutzer ist das vor allem relevant, weil der 50-Wochen-Durchschnitt ein häufig genutzter Gradmesser für die Verfassung von Bitcoin ist. Ein Wochenschluss darüber kann darauf hindeuten, dass der Markt stärker ist als in den Monaten zuvor, aber es bleibt ein technisches Signal und keine Garantie für die nächste Bewegung.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag Bitcoin bei rund 81.450 Dollar (71.100 Euro), während der 50-Wochen-Durchschnitt bei 78.115 Dollar (68.200 Euro) lag. Das zeigt, dass der Kurs die Linie nicht nur berührt hat, sondern vorerst auch darüber bleibt.

Auch die Zone um 80.000 bis 82.000 Dollar spielte zuvor bereits eine wichtige Rolle, weil dort viel Angebot lag und der Kurs damals noch unter dem 50-Wochen-Durchschnitt notierte.


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