Bitcoin-ETF-Evaluierung: 36 Milliarden Dollar in nur einem Jahr
Es fühlt sich an, als wäre die SEC-Genehmigung der amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs schon vor einem Jahrzehnt erfolgt.

Es fühlt sich an, als ob die SEC-Genehmigung der amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs schon vor einem Jahrzehnt erfolgt wäre. Dennoch feiern die BTC-Indexfonds erst ihr erstes Jubiläum. Und was für ein Jubiläum: Bis heute haben BlackRock, Fidelity und andere rund 1,14 Mio. BTC gesammelt, im Wert von mehr als 108 Milliarden Dollar. Sie haben Wall Street erobert und alle Erwartungen übertroffen. Dass der Bitcoin-Preis im vergangenen Dezember zum ersten Mal die 100.000-Dollar-Grenze überschritten hat, ist wahrscheinlich den Spot-ETFs zu verdanken, neben dem Wahlsieg von Donald Trump.
Insgesamt besitzen die US-Bitcoin-ETFs ungefähr 5,83 Prozent des derzeit umlaufenden Gesamtangebots von BTC. Dass die elf BTC-Fonds einerseits 36 Milliarden Dollar Nettoneuzufluss verzeichneten, aber andererseits Bitcoin im Wert von 108 Milliarden Dollar verwalten, bestätigt: Viele ETF-Anleger stehen dank der Kurssteigerungen des letzten Jahres inzwischen deutlich im Plus. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der Grayscale Bitcoin Trust ETF beim Handelsstart bereits 617.000 BTC besaß.
BlackRock dominiert den Bitcoin-ETF-Markt Vor allem bei dem weltweit größten Vermögensverwalter werden die Korken seit dem Start des ETFs vermutlich schon mehrmals knallen. Der iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) von BlackRock hat in den letzten 365 Tagen fast wöchentlich neue Rekorde gebrochen. Fest steht inzwischen: Es ist der erfolgreichste ETF-Start aller Zeiten. Bislang hat BlackRock fast 38 Milliarden Dollar eingesammelt und verwaltet aktuell 557.933 BTC im Wert von 53 Milliarden Dollar. Damit ist der IBIT mehr als 23 Milliarden Dollar schwerer als der Gold-ETF desselben Hauses, der seit 20 Jahren handelbar ist.
Ausblick auf das Bitcoin-ETF-Jahr 2025 Bruno Sousa, Head of US & Europe bei Hashdex, erklärt, warum es für die BTC-Fonds jetzt erst richtig losgehen kann: "Wir halten es für äußerst möglich, dass die Bitcoin-ETFs in den USA 2025 Nettozuflüsse von 50 Milliarden Dollar erreichen – mehr, als sie in diesem Jahr verzeichnen konnten." Ein entscheidender Faktor hierfür ist, dass Vermögensverwalter und Broker-Plattformen ihren Kunden direkten Zugang zu den Bitcoin-ETFs ermöglichen. Mit Morgan Stanley hat die erste große US-Bank im August bereits den direkten Vertrieb stimuliert.
Aber die Milliardenströme in die ETFs können nicht nur eine wichtige Unterstützung für den BTC-Preis darstellen. Laut dem Hashdex-Experten haben Pensionsfonds, Stiftungen und andere Einrichtungen zudem einen deutlich längeren Anlagehorizont als Kleinanleger, die derzeit noch den Großteil der ETF-Nachfrage ausmachen. Er erläutert: "Wenn diese großen Pensionspläne langfristig investieren und ihre notwendigen Neustrukturierungen vornehmen, wenn der BTC-Preis steigt, ... sollte die Volatilität abnehmen." Wenn alles wie geplant läuft, könnten die BTC-Fonds also auch 2025 neue Rekordniveaus erreichen, gleichzeitig aber die berüchtigten Preisschwankungen deutlich dämpfen. Für Bitcoin-Hodler sind das hervorragende Aussichten.