Bitcoin fällt unter 83.000 Dollar, während Öl und Zinsen steigen
Der Rückgang fällt mit höheren US-Zinsen, teurerem Öl und neuer Fed-Spekulation zusammen. Auch Altcoins wie ZEC, SOL und DOGE gaben nach.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin fiel am Montag auf rund 82.600 Dollar, 2 % niedriger als 24 Stunden zuvor, während mehrere große Tokens ebenfalls im Minus notierten.
- Der Rückgang fiel mit höheren Ölpreisen, steigenden US-Zinsen und neuer Spekulation über eine mögliche Zinserhöhung durch die Federal Reserve zusammen.
- Anleger achten diese Woche auf die US-PCE-Inflation und die Payrolls, die die Stimmung rund um Krypto weiter beeinflussen könnten.
Bitcoin fiel am Montag auf rund 82.600 Dollar (72.400 Euro) und lag damit 2 % unter dem Stand von 24 Stunden zuvor. Der Rückgang fiel mit steigenden Ölpreisen, höheren US-Zinsen und neuer Spekulation zusammen, dass die Federal Reserve die Zinsen erneut anheben könnte. Auch mehrere große Tokens notierten im Minus, wobei ZEC unter den größeren Namen der stärkste Verlierer war.
Altcoins folgen dem Rückgang
ZEC fiel um 7 % auf knapp über 1.540 Dollar (1.350 Euro). DOGE verlor 5 % und lag bei etwa 9 Cent, während SOL und HYPE jeweils mehr als 4 % einbüßten. Ether, BNB und XRP gaben zwischen 2 % und 4 % nach. TRX blieb nahezu unverändert.
Die Bewegung passt in eine breitere Risk-off-Stimmung an den Märkten. Nasdaq-100-Futures gaben 1 % nach, Chip-Hersteller in Asien standen unter Druck und Gold verzeichnete den stärksten Rückgang seit einem Monat. Das deutet darauf hin, dass Anleger nicht nur aus Krypto ausgestiegen sind, sondern auch in anderen risikoreichen Märkten vorsichtiger wurden.
Öl und Zinsen belasten die Stimmung
Brent stieg in Richtung 108 Dollar (95 Euro) pro Barrel, nachdem Teheran seine Forderungen für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht abschwächen wollte und Präsident Donald Trump gemischte Signale zu weiteren Gesprächen sendete. Gleichzeitig stiegen die US-Treasury-Renditen über die gesamte Laufzeitstruktur hinweg, wobei die Fünfjahresrendite um 7 Basispunkte auf 5,06 % zulegte.
Das passt zur breiteren Markterwartung, dass höhere Zinsen und hartnäckige Inflation riskantere Anlagen weniger attraktiv machen. Die Federal Reserve hat bereits signalisiert, dass eine weitere Zinserhöhung nicht ausgeschlossen ist, falls die Inflation zu hartnäckig bleibt. Auch die Kombination aus höheren Ölpreisen und geopolitischen Spannungen belastete zuvor bereits Bitcoin und Nasdaq-Futures.
Anleger achten auf Inflationsdaten
Laut Dan Khus, Chefanalyst bei LVRG Research, ist der Rückgang von Bitcoin wahrscheinlich vor allem eine Kombination aus Gewinnmitnahmen, einer schnellen Vier-Tage-Rally und einer Liquidationswelle von mehr als 500 Millionen Dollar (438 Millionen Euro). Er wies außerdem darauf hin, dass die Kombination aus hohen Treasury-Renditen und teurer Energie die Inflation hartnäckig hält.
Für europäische Kryptoleser ist vor allem relevant, dass diese Woche zwei US-Daten im Mittelpunkt stehen: am Mittwoch die PCE-Inflation und am Freitag die Payrolls. Diese Daten könnten die Stimmung rund um Bitcoin und andere Tokens weiter prägen, zumal der Markt bereits empfindlich auf Zinserwartungen und geopolitische Spannungen reagiert.