Finst

Bitcoin für 219 Euro? Finanzamt kriegt Kritik

Das Finanzamt Dresden-Nord hat 219 Euro für eine physische Bitcoin-Münze in einer Versteigerung erhalten.

Bitcoin für 219 Euro? Finanzamt kriegt Kritik

Das Finanzamt Dresden-Nord hat 219 Euro für eine physische Bitcoin-Münze in einer Versteigerung erhalten. Diese Versteigerung löste einige Kritik aus.

Wenn Behörden in Deutschland Gegenstände in Beschlag nehmen, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie später für eine Versteigerung freigegeben werden. Es gibt dutzende Angebote auf der Seite "Zollauktionen". Luxusuhr, Gemälde, ferngesteuerte Bagger und in diesem Fall eine Bitcoin.

Eine physische Bitcoin

Allerdings ging es hier nicht um eine digitale BTC, sondern um eine physische Kupfer-Replik. Das Finanzamt Dresden-Nord gab Anfang November diese frei für eine Versteigerung. Letztendlich wechselte die Münze den Besitzer für 219 Euro.

Der Betrag ist überraschend, weil solche Replikate online oft schon ab 1 Euro zu finden sind. Die Versteigerung führte zu Empörung in einigen Kreisen der deutschen Krypto-Szene. Es wurde als "irreführend" empfunden, weil Unwissende bietende annehmen könnten, es handele sich um eine echte Bitcoin. Das Finanzamt Dresden-Nord ist bislang nicht bereit, dazu Stellung zu nehmen. Es ist auch unklar, wie das Amt in den Besitz der Münzen gekommen ist.

NRW versteigert echte Bitcoin

Manchmal lohnt es sich doch, einen Blick auf die Versteigerungsseiten solcher Behörden zu werfen. So gab es in der Vergangenheit echtes BTC-Angebot. Das war im Oktober 2021 der Fall, als das Justizministerium von NRW ankündigte, insgesamt 215 BTC versteigert zu haben, die zuvor von Darknet-Marktplätzen beschlagnahmt wurden. Der Gegenwert betrug zu diesem Zeitpunkt etwa 11 Millionen Euro. Ein BTC ging seinerzeit für 56.000 Euro über den digitalen Ladentisch. In der Pressemitteilung erklärte das Justizministerium, dass noch 12 Millionen Euro Bitcoin vorhanden seien, die versteigert werden sollten.

Manche Behörden in Deutschland investieren jedoch auch selbst in Kryptowährungen. Zwischen 2015 und 2021 soll die Bundesrepublik etwas mehr als 34 Bitcoin in Händen gehabt haben. FDP-Politiker Frank Schäffler sagte damals, dass man nur spekulieren könne, wofür die BTC verwendet würden.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.