Bitcoin Lightning: Schwachstelle im Netzwerk entdeckt
Das Bitcoin Lightning-Netzwerk ermöglicht blitzschnelle BTC-Übertragungen – Off-Chain.

Das Bitcoin Lightning-Netzwerk ermöglicht blitzschnelle BTC-Übertragungen – Off-Chain. Leider gibt es nicht schönes News: Es wurde eine Schwachstelle entdeckt.
Das Bitcoin Lightning-Netzwerk ermöglicht blitzschnelle Transaktionen von BTC. Nun wurde eine Schwachstelle gefunden, die theoretisch die Sicherheit der BTC, die über das Netzwerk übertragen wird, gefährden könnte. Dies ist das Resultat von einem Bericht, den der Bitcoin-Entwickler Antoine Riard veröffentlicht hat.
Die Angriffe sind sogenannte "Replacement Cycling Attacks", die auf die sogenannten "Hash Time Locked Contracts" (HTLC) abzielen. Diese Angriffe brechen den normalen Transaktionsfluss und verursachen Verzögerungen. Verzögerungen, die man auf einem ‘blitzschnellen’ Netzwerk nicht will.
Trotzdem gibt es gute Nachrichten. Der Bericht gibt nämlich (vorläufig) grünes Licht: Diese Angriffe sind zwar möglich, sind in den vergangenen zehn Monaten aber noch nicht aufgetreten. Zudem wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die Schwachstelle zu beheben. Laut dem Bericht haben alle wichtigen Lightning-Netzwerkimplementierungen die relevanten Patches.
Dennoch bezweifelt Riard, dass diese Maßnahmen wirklich ausreichen, um clevere Hacker abzuhalten. Die von ihm entdeckte Schwachstelle könnte in angepasster Form auch einige andere Bitcoin-Protokolle und -Anwendungen beeinträchtigen. Mit der Veröffentlichung des Berichts kündigte Riard gleichzeitig seinen Rücktritt aus dem Lightning-Projekt an.
"Mit sofortiger Wirkung beende ich meine Beteiligung an der Entwicklung des Lightning-Netzwerks und dessen Implementierungen, einschließlich der Koordination der Behandlung von Sicherheitsproblemen auf Protokollebene," sagt Riard.