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Bitcoin steigt, Strategy fällt: Stoppt der MSTR-Hebel?

Für Anleger, denen Bitcoin nicht volatil genug ist, bot Strategy (früher MicroStrategy) jahrelang eine attraktive Alternative.

Bitcoin steigt, Strategy fällt: Stoppt der MSTR-Hebel?

Für Anleger, denen Bitcoin nicht volatilt genug ist, bot Strategy (voorheen MicroStrategy) jahrelang eine attraktive Alternative. Das Unternehmen fungierte als Hebel für Bitcoin-Investoren: Wenn BTC stieg, legte MSTR oft doppelt so stark zu. Aber dieses Muster scheint nun zu haken.

Während Bitcoin im vergangenen Monat um 7,9 Prozent zugelegt hat, müssen Strategy-Aktionäre einen Verlust von 4,6 Prozent verkraften. Ist der legendäre Bitcoin-Bulle Michael Saylor etwa zu weit gegangen?

Die größte Bitcoin-Schatzkammer der Welt

Mit stolzen 580.250 BTC auf der Bilanz, das entspricht einem Marktwert von rund 60 Milliarden Dollar, besitzt Strategy nach wie vor die größte Bitcoin-Reserve der Welt. Allein in dieser Woche kaufte das Unternehmen weitere 705 BTC nach. Sailors Mission ist eindeutig: “Buy the dip, repeat.”

Doch der Aktienkurs hinkt weiterhin hinterher. Die Korrelation zwischen MSTR und BTC ist zwar noch stark, aber der Hebeleffekt lässt zu wünschen übrig. Analysten warnen jedoch: Das scheint eine vorübergehende Diskrepanz zu sein. Wer den Horizont verlängert, sieht möglicherweise wieder Kaufchancen aufkommen.

Chancen für eine neue Kaufwelle

Interessant ist, dass die Marktwertpremium von Strategy, das sogenannte mNAV (Marktkapitalisierung im Verhältnis zum Wert der BTC-Holdings), derzeit auf einem historischen Tiefstand von 1,7 liegt. Im Januar lag dieser Wert noch über 3,5. Im Anlegerjargon: MSTR ist relativ günstig.

Saylor scheint das auch zu erkennen und bereitet sich bereits auf die nächste Kapitaleinjektion vor. Diese Woche kündigte er die View post on X an von einem neuen Aktienvehikel: Stride (STRD), das die bestehenden Strukturen Strike (STRK), Strife (STRF) und MSTR ergänzen soll. Stride betrifft die Ausgabe von 2,5 Millionen Vorzugsaktien im Wert von 100 $ pro Stück, mit einer Dividende von bis zu 10 Prozent. Die Erlöse fließen direkt in neue Bitcoin-Käufe.

Aber Vorsicht: Es gibt zahlreiche Risiken

Strategy ist jedoch alles andere als eine risikofreie Investition. Die Schuldenlast wächst, während der reguläre Cashflow zu gering ist, um sie schnell zu tilgen. Zudem ist MicroStrategy nicht mehr der einzige Akteur, der BTC als Unternehmensschatzkammer nutzt. Die japanische Ex-Hotelgruppe Metaplanet folgt Saylor-Beispiel weiter und hält inzwischen 7.800 BTC. In diesem Bereich tut der Neuzugang MicroStrategy ihm sogar weh.

Zu guter Letzt sorgt eine jüngste Verkaufswelle im Vorstand für Sorgen. Jarrod M. Patten, Vorstandsmitglied, verkaufte Ende Mai 9.550 MSTR-Aktien zu Kursen zwischen 364 und 372 Dollar. Das entspricht stolzen 3,5 Millionen Dollar. Das Signal? Nicht gerade ein Beleg für das Vertrauen in das Kurs-Potenzial des Unternehmens.


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