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Bitget baut institutionellen Handel rund um Custody und Settlement aus

Bitget richtet sich mit mehreren Custody-Modellen und Off-Exchange Settlement über Anbieter wie Copper und Fireblocks an institutionelle Kunden und folgt damit der wachsenden Nachfrage nach besserer Infrastruktur.

Bitget baut institutionellen Handel rund um Custody und Settlement aus

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitget legt den Schwerpunkt auf institutionelle Dienstleistungen, mit mehr Fokus auf Custody, Risikomanagement und Infrastruktur für professionelle Anleger.
  • Off-Exchange Settlement lässt Assets bei einem Dritten und verrechnet Gewinn und Verlust periodisch zwischen Custodian und Exchange.
  • Für europäische Marktteilnehmer wird der Markt zunehmend wie eine klassische Finanzinfrastruktur aufgebaut, in der Exchanges über Custody- und Settlement-Netzwerke konkurrieren.

Bitget stellt seine institutionellen Dienstleistungen in den Mittelpunkt, da immer mehr professionelle Anleger Krypto hinzufügen wollen, allerdings mit besserer Infrastruktur, Custody und Risikomanagement. Laut einer Studie von Coinbase und EY-Parthenon unter 351 Parteien nennt fast die Hälfte eine bessere Infrastruktur als Grund, 2026 mehr Krypto-Exposure aufzubauen.

Vom Listing zur Infrastruktur

Damit verschiebt sich der Kern des Marktes. Nicht nur, was eine Krypto-Exchange listet, ist entscheidend, sondern vor allem, wie Kapital hinein- und herausbewegt wird. Bitget sagt, dass das institutionelle Geschäft nun der Schwerpunkt des neunten Unternehmensjahres ist.

Dafür muss eine Exchange mehr bieten als nur Handel. Asset Manager, Market Maker und andere institutionelle Anleger haben jeweils unterschiedliche Anforderungen. Bitget setzt deshalb auf mehrere Custody-Modelle statt auf ein einziges festes Setup.

Die Exchange verknüpft diesen Ansatz mit ihrer Universal-Exchange-Strategie, die bereits Krypto und tokenisierte Assets umfasst. Damit versucht das Unternehmen, verschiedene Arten professioneller Kunden auf demselben Markt zu bedienen, ohne dass sie ihre bestehende Struktur vollständig aufgeben müssen.

Wie Off-Exchange Settlement funktioniert

Ein wichtiger Bestandteil davon ist Off-Exchange Settlement. Dabei bleiben Assets bei einem Dritten wie Copper oder Fireblocks, während ein Teil dieser Assets gesperrt und als Trading Credit bei der Exchange genutzt wird. Gewinn und Verlust werden anschließend zu festen Zeitpunkten zwischen Custodian und Exchange verrechnet.

Dieses Modell spricht vor allem Parteien an, die nicht ständig Collateral zwischen Venues hin- und herschieben wollen. Das kann den operativen Aufwand senken und die direkte Exponierung gegenüber einer Exchange begrenzen. Gleichzeitig verschwindet das Risiko nicht vollständig, denn der Custodian wird selbst ebenfalls zu einer Gegenpartei und zwischen den Settlement-Zeitpunkten bleibt eine Forderung eine Forderung.

Das Interesse von Hedgefonds zeigt, warum das relevant ist. Laut dem 2025 AIMA and PwC Global Crypto Hedge Fund Report hielten 55 % der traditionellen Hedgefonds im Jahr 2025 digitale Assets, nach 47 % ein Jahr zuvor. Die meisten Fonds halten ihre Allokation noch unter 2 %, aber 71 % wollen ausbauen.

Warum das für Europa zählt

Für europäische Krypto-Investoren ist das relevant, weil der Markt immer stärker der klassischen Finanzinfrastruktur ähnelt, mit getrennten Rollen für Handel, Custody und Settlement. Das kann vor allem für Parteien wichtig sein, die unter strengen Regeln arbeiten oder bereits mit regulierten Custodians zusammenarbeiten. Bitget nennt unter anderem Sygnum, Komainu, Copper ClearLoop, Cactus Custody Oasis, Fireblocks Off Exchange, OSL MirrorEX und Bitfire PrimeMirror als Bestandteile dieses breiteren Aufbaus.

Die Entwicklung zeigt auch, dass Exchanges nicht mehr nur über Liquidität konkurrieren, sondern auch über die Qualität ihres Custody- und Settlement-Netzwerks. In einem Markt, in dem mehrere Custodians und Settlement-Routen nebeneinander bestehen, wird die Auswahl selbst zu einem Unterscheidungsmerkmal, aber auch zu einer zusätzlichen Ebene, die verwaltet werden muss.

Auch 24/7-Abwicklung für institutionelle Kunden zeigt, wie Exchanges ihre Infrastruktur ausbauen, um Kapital schneller und mit weniger Reibung bewegen zu lassen.


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