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BlackRock sieht KI-Agenten als Markt für Stablecoins und Bitcoin

BlackRock sieht Stablecoins als Zahlungsmittel für autonome KI-Systeme und bezeichnet Bitcoin als mögliche Sparschicht. Der Bericht befasst sich auch mit Coinbase’ x402 und dem Wachstum von On-Chain-Zahlungen.

BlackRock sieht KI-Agenten als Markt für Stablecoins und Bitcoin

Wichtigste Erkenntnisse

  • BlackRock sagt, dass KI-Agenten eigenes Geld brauchen, und nennt Stablecoins als am besten geeignete Lösung für Zahlungen.
  • Laut dem Bericht sind Kartennetzwerke und Banküberweisungen zu langsam und unpraktisch für autonome Softwaretransaktionen.
  • BlackRock sieht Bitcoin als Wertaufbewahrung für Maschinen und verweist auf einen wachsenden Stablecoin-Markt von über 300 Milliarden Dollar.

BlackRock sagt, dass KI-Agenten eine eigene Form von Geld brauchen, und nennt Stablecoins als wichtigsten Kandidaten für Zahlungen. In einer neuen Studie erklärt der Vermögensverwalter, dass Kartennetzwerke und Banküberweisungen nicht für Software gebaut sind, die eigenständig andere Software bezahlt. Bitcoin erscheint in diesem Zusammenhang als Sparmittel für Maschinen.

Warum traditionelle Rails nicht ausreichen

Laut BlackRock gerät das heutige Zahlungssystem schnell an seine Grenzen, sobald Software selbst Daten, Rechenleistung oder Dienstleistungen einkaufen will. Ein autonomer Agent kann ohne menschliches Eingreifen weder ein Bankkonto eröffnen noch eine Karte beantragen. Auch machen Transaktionskosten kleine Zahlungen oft unpraktisch, während ACH-Überweisungen weiterhin bis zu einem Werktag dauern können.

Deshalb schaut BlackRock auf Blockchains, die laut dem Bericht rund um die Uhr in nahezu Echtzeit abwickeln. Der Vermögensverwalter nennt Stablecoins, native Kryptoassets und andere On-Chain-Assets deshalb geeignete machine-native Instrumente. Das Unternehmen verweist außerdem auf Coinbase’ x402, ein Protokoll, das den alten HTTP-402-Code wieder nutzbar macht, damit Agenten direkt für Daten bezahlen können.

Stablecoins zum Bezahlen, Bitcoin zum Aufbewahren

Der Kern des Berichts ist eine Zweiteilung. Stablecoins sind für Ausgaben gedacht, während Bitcoin laut einer von BlackRock zitierten Studie besser als Wertaufbewahrung passt. Diese Studie des Bitcoin Policy Institute ließ 36 Frontier-Modelle 9.072 Antworten geben. Bei der Frage, wo Wert gespeichert werden sollte, entschied sich die Gruppe der Modelle in 79,1% der Fälle für Bitcoin. Bei Zahlungen wählten sie in 53,2% der Fälle Stablecoins.

BlackRock betont allerdings, dass es sich noch um einen frühen Markt handelt. Der Bericht nennt auch Alternativen von Stripe, OpenAI, Google und Visa und räumt ein, dass das tatsächliche Zahlungsvolumen von KI-Agenten noch klein ist. Gleichzeitig stellt der Vermögensverwalter die Größenordnung von Stablecoins als wichtiges Signal dar: Der umlaufende Bestand liegt bei über 300 Milliarden Dollar (262 Milliarden Euro), und das angepasste Volumen lag 2025 bei 11 Billionen Dollar (9,6 Billionen Euro).

Was das für den Kryptomarkt bedeutet

Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass eine Partei wie BlackRock Maschinenzahlungen nicht mehr als Nische betrachtet. Der Bericht passt in eine breitere Bewegung, in der große Namen mit KI und On-Chain-Zahlungen experimentieren, während die Europäische Zentralbank gleichzeitig auf lockerere Liquiditätsregeln für Stablecoin-Emittenten schaut. Das zeigt, dass die Diskussion nicht nur technisch ist, sondern zunehmend auch um Marktstruktur und Aufsicht geht.

Bitcoin selbst notierte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 86.400 Dollar (75.400 Euro), etwa 0,6% höher als 24 Stunden zuvor. BlackRock bezeichnet das nicht als Kursprognose, aber als Hinweis darauf, dass KI-Systeme und Krypto in derselben Zahlungs- und Sparschicht landen könnten.


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