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Sorgen um Hedgefonds-Verkäufe treiben Bitcoin-Abstieg auf 70.000 Dollar?

Ein drohender Bitcoin-Crash hängt wie ein Schatten über der Kryptowelt.

Sorgen um Hedgefonds-Verkäufe treiben Bitcoin-Abstieg auf 70.000 Dollar?

Ein drohender Bitcoin-Crash hängt wie ein Schatten über der Kryptoworld. Seit November ist der BTC-Kurs erstmals unter 87.000 Dollar gefallen, was bei vielen Investoren Besorgnis auslöst. Die unmittelbare Ursache der Verkaufswelle sind die Tarife, die Donald Trump gegen Mexiko und Kanada angekündigt hat. Aber warum fällt Bitcoin stärker als die traditionellen Aktienmärkte? Eine andere, möglicherweise noch viel größere Triebfeder spielt hier eine Rolle.

Laut dem Krypto-Experten Arthur Hayes könnten wir eine beispiellose Verkaufswelle von Bitcoin-ETFs erleben, mit einem Gesamtvolumen von mehreren zehn Milliarden Dollar. Das könnte schwerwiegende Folgen für den Kryptomarkt und den aktuellen Bullenmarkt 2025 haben.

Cryptokönner schlägt Alarm: Was steckt hinter dem massiven Bitcoin-ETF-Verkauf?

Während auf Crypto-Twitter die rufenden Schlagzeilen „Kauf den Dip“ lauter werden, befürchtet ein erfahrener Bitcoin-Investor das Schlimmste. BitMEX-Mitbegründer Arthur Hayes glaubt, dass der jüngste Kursrücksetzer erst der Auftakt zu einem viel größeren Ausverkauf ist. In einem Beitrag auf X schreibt er:

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Die iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock ist derzeit der größte Bitcoin-Indexfonds der Welt, mit beeindruckenden 575.143 BTC unter Verwaltung.

Laut Hayes sind die Hedgefonds, die Milliarden in Bitcoin-ETFs von BlackRock und Fidelity investiert haben, keine Langzeit-Investoren wie Unternehmen wie Strategy oder Metaplanet. Stattdessen handelt es sich um rein spekulative Trader, die Gewinnmaximierung anstreben. Er warnt daher: Der Verkaufsdruck auf Bitcoin-ETFs ist noch lange nicht vorbei.

Bitcoin-ETFs schon in einer anfälligen Position

Noch vor der aktuellen Korrektur befanden sich die US-Spot-ETFs in einer heiklen Phase. Nach einer beeindruckenden Rallye über 18 Wochen, in der sie netto 29 Milliarden Dollar an Zuflüssen verzeichneten, verloren sie in den vergangenen zwei Handelstagen fast 1 Milliarde Dollar.

Hayes hatte bereits davor gewarnt, dass der Bullenmarkt nicht ohne eine kräftige Korrektur verlaufen würde. Er prognostizierte, dass der Kurs auf 70.000 bis 75.000 Dollar zurückfallen könnte – eine gesunde Korrektur gemäß den historischen Mustern von Bitcoin.

Wie Hedgefonds mit Bitcoin-Arbitrage Gewinne erzielen

Die Strategie der Hedgefonds wird als „Basisarbitrage“ bezeichnet. Dabei versuchen sie, von der Differenz zwischen dem Spotpreis von Bitcoin (wie er in den ETFs angezeigt wird) und dem Preis von Bitcoin-Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) zu profitieren.

Diese Fonds sind nicht an einer Langzeithaltung von Bitcoin interessiert. Stattdessen nutzen sie das Preisgefälle zwischen Spot- und Futures-Markt, um Gewinne zu erzielen.

Wenn der Bitcoin-Preis fällt, schrumpft auch die Marge bei Futures. Das bringt Hedgefonds in eine schwierige Lage. Um Verluste zu vermeiden, beginnen sie, Positionen abzubauen, indem sie:

  1. Ihre Bitcoin-ETF-Anteile verkaufen
  2. Ihre Short-Positionen in CME-Futures zurückkaufen

Wenn dies massenhaft geschieht, entsteht eine negative Abwärtsspirale: Der Verkauf von ETFs drückt den Bitcoin-Preis weiter nach unten, was zu weiteren Zwangsverkäufen führt.

Hedgefonds dominieren den Bitcoin-ETF-Markt

Aus Daten geht hervor, dass Hedgefonds einen großen Teil des Bitcoin-ETF-Markts in Händen haben. Große Akteure wie Jane Street, Millennium Management, Brevan Howard und Capula haben Milliarden in Bitcoin-ETFs investiert. Wenn sie jedoch massenhaft aussteigen, könnte das eine Verkaufswelle und Liquidationen auslösen.

Laut einem Bericht von Markus Thielen, dem Leiter der Forschung bei 10X Research, ist erstaunliche 56% des gesamten Zuflusses in Bitcoin-ETFs mit Arbitragestrategien verbunden. Das entspricht rund 21,6 Milliarden Dollar.

Dennoch glaubt Thielen, dass dieser Effekt letztlich neutral für den Markt sein wird, weil Hedgefonds neben ETF-Verkäufen auch Bitcoin-Futures aufkaufen.

Was bedeutet das für die Bitcoin-Bullrun?

Vorhin in diesem Monat sorgten die von Trump angekündigten Importzölle auf Mexiko und Kanada bereits für eine breitere Kryptokorrektur. Da der US-Präsident seine Drohungen nun umsetzt, scheint der Markt erneut ins Wanken zu geraten.

Zusätzlich könnte die jüngste Korrektur Zweifler aus dem Markt vertreiben. Der Bitcoin-Preis ist inzwischen unter die Kostenbasis der „Short Term Holders“ (92.500 Dollar) gefallen, wodurch Panikverkäufer möglicherweise endgültig aussteigen. Das kann kurzfristig schmerzhaft sein, langfristig aber positiv.

Eine ähnliche Situation gab es bereits im April letzten Jahres, als Bitcoin nach einem Rekordhoch von 73.000 Dollar auf 58.000 Dollar zurückfiel. Rückblickend war das eine perfekte Kaufchance.

Derzeit liegt die historische Bodenmarke von Bitcoin bei rund 71.600 Dollar, nah an dem Kurs, den Hayes infolge der Hedgefonds-Liquidationen prognostiziert.

Ob der Bitcoin-Preis tatsächlich dieses Niveau erreicht, bleibt abzuwarten. Eines steht jedoch fest: Langfristige Bitcoin-Halter konnten in der Vergangenheit immer wieder von Korrekturen wie dieser profitieren.


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