Festplatte mit 8000 Bitcoin bleibt auf der Müllkippe
James Howells' jahrzehntelange Suche nach einer alten Festplatte hat ein ernüchterndes Ende gefunden.

James Howells' jahrzehntelange Suche nach einer alten Festplatte hat ein ernüchterndes Ende gefunden. Obwohl der Brit die Fundstelle nicht gefunden hat, hat das High Court seine Sache nun verworfen. Er darf nicht auf die Müllkippe suchen.
Laut Richter Andrew Keyser ist einfach zu viel Zeit vergangen, seit die Festplatte vor mehr als zehn Jahren auf der Mülldeponie landete. Außerdem hatte der Prozess laut dem Richter keine Erfolgschance. Mit seiner Geschichte ist James Howells eine tragische Berühmtheit in der Welt der Kryptowährungen geworden. Der IT-Ingenieur begann bereits in den frühen Bitcoin-Jahren mit dem Mining, als der Wert der Krypto-Währung noch kaum bedeutend war.
An einem Tag warf er eine alte Festplatte weg, versehentlich die, auf der die 8000 Bitcoins waren, die heute einen Wert von 746 Millionen Dollar darstellen. Seitdem hat Howells versucht, von der Gemeinde die Erlaubnis zu bekommen, die Mülldeponie zu betreten, überzeugt, dass die Festplatte noch zu finden sei. Er wollte innovative Mittel einsetzen, darunter Roboterhunde und eine KI-Maschine, und hatte sogar Investoren gefunden, die das finanzieren würden.
Der Stadtrat von Newport hat jedoch die Zuteilung zum Deponiegelände aus Umweltgründen stets verweigert. Mit dem Urteil des High Court scheinen die Türen jetzt endgültig geschlossen. "Dass der Fall schon bei der ersten Anhörung abgewiesen wurde, gibt mir nicht einmal die Chance, meine Geschichte zu erzählen oder irgendeine Form von Gerechtigkeit zu suchen," sagte Howells gegenüber der BBC. Er fügte hinzu: "Es geht nicht um Gier, ich bin bereit, den Erlös zu teilen, aber niemand in einer Machtposition will ein vernünftiges Gespräch mit mir führen."