Crypto-Lending-Vaults wachsen schnell, Risiken rücken in den Fokus
Der Zufluss in DeFi-Vaults wächst schnell, doch Sicherheiten, Liquidität und Smart-Contract-Risiken ziehen nun auch die Aufmerksamkeit der SEC und europäischer Aufseher auf sich.

Wichtigste Erkenntnisse
- Crypto-Lending-Vaults haben inzwischen mehr als 10 Milliarden Dollar an Einlagen angezogen, gegenüber 4 Milliarden Dollar zu Beginn des vergangenen Jahres.
- Die Vaults bieten Rendite über DeFi, bringen aber Risiken rund um Sicherheiten, Liquidität, Smart Contracts und automatische Liquidationen mit sich.
- Aufseher schauen genauer auf den Markt, während größere Anbieter wie Two Prime neue Bitcoin-Lending-Vaults auf den Markt bringen.
Crypto-Lending-Vaults haben inzwischen mehr als 10 Milliarden Dollar an Einlagen angezogen. Anleger suchen Rendite auf ihre Krypto-Assets, doch dieses Wachstum rückt auch die Risiken rund um Sicherheiten, Liquidität und Smart Contracts stärker in den Fokus.
Starkes Wachstum bei Vaults
Der Zufluss ist von 4 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro) zu Beginn des vergangenen Jahres deutlich gestiegen. Das deutet auf einen klaren Anstieg der Nachfrage nach Strategien hin, die Stablecoins und andere Token innerhalb von DeFi ertragreich machen.
Vaults funktionieren über Smart Contracts auf DeFi-Plattformen. Jede Vault hat einen Curator, also im Grunde einen Vermögensverwalter, der die Kreditstrategie auswählt, Risikolimits festlegt und Gebühren erhält. Die Erträge liegen meist zwischen 3% und 10%, wobei risikoreichere Strategien laut der Quelle auf 20% oder mehr steigen können.
Risiken für Einleger
Diese höheren Erträge gehen mit klaren Risiken einher. Kredite können durch illiquide Token, crypto-backed Stablecoins oder tokenisierte Private Credit besichert sein, wodurch Einleger verwundbar sind, wenn Sicherheiten an Wert verlieren oder schwer zu verkaufen sind.
Automatische Liquidationen können Rückgänge am Kryptomarkt verstärken. Auch Hacks, Codefehler und fehlerhafte Preismechanismen bleiben ein Risiko. Die Transparenz öffentlich zugänglicher Smart Contracts hilft zwar, doch Anleger achten laut der Quelle oft vor allem auf die Rendite und weniger auf das zugrunde liegende Exposure.
Aufsicht rückt stärker in den Fokus
Das Wachstum dieses Marktes zieht auch die Aufmerksamkeit der Aufseher auf sich. Die SEC hat Fragen zu Vaults gestellt, die Wertpapiere halten, während europäische Aufseher vorgeschlagen haben, Intermediäre, die Zugang zu DeFi verschaffen, strenger zu prüfen. Für europäische Krypto-Anleger ist das relevant, weil die Debatte zeigt, dass Crypto Lending nicht nur ein Renditethema ist, sondern zunehmend auch ein regulatorisches Thema wird.
Auch größere Anbieter steigen ein. Der Bitcoin-backed Lender Two Prime hat im September auf Pareto eine Bitcoin-Lending-Vault gestartet, mit einer Zielrendite von 1,5% bis 2% über institutionelle Kredite. Die Vault akzeptiert Wrapped Bitcoin, verlangt eine Mindesteinlage von 5 WBTC und hält rund 10 Millionen Dollar (8,9 Millionen Euro) an Kapital von Two Prime selbst bereit, um erste Verluste abzufedern. Zuvor hatte die Branche bereits zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten, als S&P Global Crypto-Lending-Vaults ein Risikoscore gab, was unterstreicht, wie schnell dieser Markt professioneller und besser bewertet wird.