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Ether fällt nach Chip-Verkaufswelle in Asien stärker als Bitcoin

Die Verkaufswelle bei asiatischen Chipaktien belastete vor allem Ether und HYPE, während sich Bitcoin vergleichsweise stabil hielt. Spot-Ether-ETFs verzeichneten zu Wochenbeginn dennoch fast 97 Millionen Dollar Zufluss, vor allem bei BlackRock.

Ether fällt nach Chip-Verkaufswelle in Asien stärker als Bitcoin

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ether fiel am Freitag um 4 % auf 1.850 Dollar, also etwa doppelt so stark wie Bitcoin, das 2 % auf rund 63.400 Dollar nachgab.
  • Auslöser war eine breite Verkaufswelle bei asiatischen Halbleiteraktien, die unter anderem den Nikkei 225 und den MSCI Asia Pacific deutlich ins Minus drückte.
  • Ether liegt auf Sieben-Tage-Sicht trotzdem noch 4 % im Plus, gestützt von Zuflüssen in Spot-Ether-ETFs, während der Fear and Greed Index bei 25 verharrte.

Ether hat am Freitag deutlich stärker nachgegeben als Bitcoin, nachdem eine breite Abverkaufswelle bei asiatischen Halbleiteraktien auch den Krypto-Markt belastete. ETH verlor 4 % und fiel auf 1.850 Dollar (1.610 €), während Bitcoin um 2 % auf rund 63.400 Dollar (55.300 €) zurückging. Am stärksten traf es den Hyperliquid-Token HYPE, der um 10 % auf 60 Dollar (52 €) abrutschte und damit den kräftigsten Tagesverlust seit Juni verzeichnete.

Chips geben den Ton an

Der Druck kam diesmal nicht aus dem Krypto-Sektor selbst, sondern aus dem Halbleitermarkt. Der MSCI Asia Pacific verlor 3 % und schloss auf dem niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Der japanische Nikkei 225 gab 5 % nach und verbuchte damit die schwächste Sitzung seit März. Auch Taiwan Semiconductor steuerte auf den größten Tagesverlust seit April 2025 zu, während Kioxia intraday zeitweise bis zu 16 % im Minus lag.

Für Krypto ist diese Entwicklung relevant, weil die jüngste KI-Rally zunehmend mit derselben Risikobereitschaft verknüpft wird, die auch digitale Assets antreibt. Für die weltweite Halbleiterbranche wird für 2026 ein Umsatz von 1,3 Billionen Dollar (1,1 Billionen Euro) erwartet, wobei KI-Chips rund 30 % davon ausmachen sollen. Das unterstreicht, wie stark der Fokus auf KI-Infrastruktur inzwischen ist, zeigt aber auch, wie schnell sich die Stimmung drehen kann, wenn Anleger in der Chipbranche Gewinne mitnehmen.

Altcoins spüren den Druck

Auch abseits von ETH und HYPE gerieten mehrere große Token unter Verkaufsdruck. Solana fiel um 2 % auf 75 Dollar (65 €) und liegt damit auf Wochensicht 5 % im Minus. XRP verlor 2 % auf 1,09 Dollar (0,95 €), BNB sank um 2 % auf 571 Dollar (498 €), TRON rutschte auf 32 Cent zurück und Dogecoin gab ebenfalls 2 % nach.

Bitcoin hielt sich unter den großen Coins noch am besten. Die Kryptowährung liegt in dieser Woche 1 % im Minus, nachdem der Kurs zweimal bei rund 65.000 Dollar (56.700 €) abgeprallt war. Damit zeigt sich BTC bislang robuster als die meisten Altcoins, die stärker auf die breitere Risk-off-Stimmung reagieren.

Ether bleibt Wochensieger

Trotz des Rücksetzers bleibt Ether die einzige große Kryptowährung mit einem Wochenplus. Über die vergangenen sieben Handelstage liegt ETH weiterhin 4 % im Plus, gestützt von fast 97 Millionen Dollar (84,6 Millionen Euro) an Zuflüssen in US-Spot-Ether-ETFs in den ersten drei Tagen dieser Woche. Den größten Anteil daran hatte BlackRock.

Gleichzeitig zeigte der Freitag, dass diese Nachfrage den Kurs nicht vollständig abschirmt, wenn sich das makroökonomische Umfeld und die Aktienmärkte eintrüben. Wintermute sprach in einer E-Mail von "consolidation under resistance rather than continuation", und Glassnode sieht bislang kein Onchain-Signal für eine klare Trendwende. Der Fear and Greed Index verharrte bei 25 und signalisiert damit weiterhin extreme Angst. Auch die jüngsten Zuflüsse in neue Ethereum-Wallets deuten darauf hin, dass einige Anleger den Rücksetzer weiter zum Aufbau von ETH nutzen.


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