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Ethereum verschiebt Glamsterdam-Test auf Hoodi nach EIP-8037-Prüfung

Die Ethereum Foundation will die Folgen von EIP-8037 für Smart Contracts und Gas-Repricing zunächst besser verstehen. Auch die geplante Erhöhung des Gaslimits auf dem Testnet Hoodi wurde deshalb verschoben.

Ethereum verschiebt Glamsterdam-Test auf Hoodi nach EIP-8037-Prüfung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ethereum-Entwickler haben die geplante Glamsterdam-Aktivierung auf dem Testnet Hoodi verschoben.
  • EIP-8037 soll wegen der Interaktionen mit Smart Contracts auf dem Mainnet zunächst weiter untersucht werden.
  • Durch die Verschiebung entfallen auch die geplanten Aktivierungen von Amsterdam und Gloas sowie die geplante Erhöhung des Gaslimits auf 200 Millionen pro Block.

Ethereum-Entwickler haben die geplante Glamsterdam-Aktivierung auf dem Testnet Hoodi verschoben. Das Upgrade war für Montag, den 26. Oktober 2026 um 17:42 UTC vorgesehen, wird vorerst aber nicht umgesetzt, weil EIP-8037 zunächst weiter untersucht werden muss.

Warum der Test pausiert wurde

Die Ethereum Foundation gab die Entscheidung am 22. Oktober über ihren eigenen Blog bekannt, nach Beratungen in ACDE #248. Nach Angaben der Entwickler müssen die Interaktionen von EIP-8037 mit Smart Contracts auf dem Mainnet zunächst besser verstanden werden. Der Vorschlag ist Teil von Glamsterdam und betrifft das Gas-Repricing, wobei unter anderem die Kosten für das Erzeugen neuer State-Einträge verändert werden.

In demselben Upgrade steckt auch EIP-8038, das die Kosten bestimmter State-Aufrufe erhöht, etwa SSTORE, SLOAD und Cold Account Access. Diese Anpassungen sollen das Netzwerkverhalten verändern, doch gerade deshalb will die Entwicklergruppe die Folgen zunächst auf einem Testnet genauer prüfen.

Was aus dem Zeitplan herausfällt

Durch die Verschiebung entfallen auf Hoodi auch die geplanten Aktivierungen von Amsterdam auf der Execution Layer und Gloas auf der Consensus Layer. Außerdem wird die geplante Erhöhung des Gaslimits auf 200 Millionen pro Block vorerst gestrichen. Das war ein wichtiger Kapazitätstest für Ethereum.

Die Foundation betonte, dass die Maßnahme nur Hoodi betrifft. Ein neuer Aktivierungstermin für Glamsterdam auf dem Mainnet wurde nicht festgelegt, und Nutzer oder ETH-Halter müssen nichts unternehmen. Die Konfiguration für das künftige Upgrade wird zurückgesetzt, während die Chain-Historie von Hoodi intakt bleibt.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Ethereum hier zeigt, dass selbst Änderungen an einem Testnet erst dann umgesetzt werden, wenn die technischen Risiken ausreichend geprüft sind. Das ist wichtig für ein Netzwerk, auf dem viele DeFi-Anwendungen und Smart Contracts laufen. Auffällig ist auch das Timing, denn zwei Tage zuvor hatte ein Ingenieur von Lido öffentlich vor einem möglichen Risiko rund um die Kaperung von Staking-Deposits bei Glamsterdam gewarnt, auch wenn die Foundation die Verschiebung nicht damit verknüpft.

Client-Versionen wie Lodestar v1.50.1, Besu 26.10.1, Ethrex v30.0.1-rc.2 und Nethermind 2.2.1 waren bereits für den alten Zeitplan veröffentlicht worden und sind damit überholt. Wann Hoodi doch noch mit Glamsterdam weitermacht, ist noch nicht bekannt.


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