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Kursgewinne nach Abgaben-Schock

Am Montag begann die Woche für Anleger sowohl an Aktien- als auch an Kryptomärkten turbulent.

Kursgewinne nach Abgaben-Schock

Am Montag begann die Woche für Anleger sowohl an Aktien- als auch an Kryptomärkten turbulent. Eine massige Verkaufswelle setzte die Kurse deutlich unter Druck. Im Verlauf des Tages erholte sich der Markt etwas, doch das Sentiment blieb gespannt.

Für kurze Euphorie sorgte ein Gerücht über eine 90-tägige Pause bei Handelsheffungen. Diese Nachricht hauchte den Märkten kurz neues Leben ein. Doch es stellte sich als Fehlalarm heraus: Das Weiße Haus wies die Meldung nahezu umgehend zurück. Die angebliche Äußerung des Trump-Beraters Kevin Hassett führte zu extremer Volatilität. So stieg die Marktkapitalisierung des S&P 500 zeitweise um rund 3 Billionen Dollar, um anschließend genauso schnell wieder zu fallen. Laut The Koberissi Letter war dies "die größte 30-Minuten-Schommellung in der Marktkapitalisierung der Geschichte".

Auch der Kryptomarkt wurde in diese Achterbahnfahrt mitgerissen. Bitcoin schoss in kurzer Zeit von etwa 76.000 auf über 80.000 Dollar, konnte diesen Gewinn jedoch nicht halten. Trotz der kurzen Erholung liegt der Gesamtwert des Kryptomarkts noch immer deutlich niedriger als vor 24 Stunden.

Aus Daten von CoinGlass geht hervor, dass bei dieser jüngsten Verkaufswelle mehr als 1,6 Milliarden Dollar an gehebelten Positionen in Krypto liquidiert wurden. Und diese Zahlen könnten noch zu niedrig sein, da viele Börsen lediglich begrenzt über APIs berichten.

Als Sahnehäubchen goss Donald Trump am Nachmittag Öl ins Feuer. Auf seiner Plattform Truth Social drohte er mit zusätzlichen Einfuhrzöllen von 50 Prozent auf chinesische Waren, falls China nicht bis morgen seine Vergeltungsmaßnahmen zurücknimmt.

Ethereum bekam es inzwischen hart zu spüren und rutschte auf das niedrigste Niveau seit Januar 2023. Inzwischen hat sich der Kurs wieder etwas erholt und ETH steht über 1.500 Dollar. Dennoch sind die Sorgen groß. Kevin Rusher, Gründer der Plattform RAAC, bezeichnet die aktuelle Situation als bemerkenswert: “Vor einigen Monaten schien es undenkbar, dass ETH unter 1.500 Dollar fallen könnte. Damals erwarteten Analysten sogar, dass der Kurs Richtung 4.000 Dollar gehen würde.”

Doch sieht Rusher dies nicht als das Ende von Ethereum, sondern als Chance: “Es ist ein Ökosystem mit starken Fundamenten. Für Langfrist-Anleger kann dies ein guter Einstiegszeitpunkt sein.”

Auch Marktanalyst Alex Krüger View post on X sieht eine Wende. Er sagt: “Je tiefer der Markt absackt, desto stärker der Gegenwind der Republikaner gegen Handelshebungen, desto größer die Chance auf positive Signale. Wenn die Langfristzinsen in den USA heute einbrechen, sehe ich das sogar als bullisch. Es würde Trump unter Druck setzen, Deals zu schließen.”

Zuletzt betont Analyst Chu, dass eine kurze Verschnaufpause bevorsteht: “Der Markt ist kurzfristig extrem überverkauft. Eine vorübergehende Erholung risikoreicher Assets liegt nahe.”


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