FTX-Task-Force eingerichtet, um verlorene Kundengelder aufzuspüren
Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Beträge gegen die Kryptobörse FTX auf schätzungsweise 50 Milliarden Dollar.

Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Beträge gegen die Kryptobörse FTX auf schätzungsweise 50 Milliarden Dollar.
Im Strafverfahren gegen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried arbeitet das US-Bundesstaatsanwaltsamt für den Süddistrikt New York daran, eine Task Force aufzubauen, um gestohlene Gelder aufzuspüren. CNBC meldet, unter Berufung auf eine Pressemitteilung der Behörde. "Der Southern District of New York arbeitet rund um die Uhr, um auf den FTX-Crash zu reagieren", sagte Staatsanwalt Damian Williams in seiner Erklärung. Alle sollen zusammenarbeiten, so die Erklärung.
Die Task Force besteht aus mehreren Staatsanwälten mit Spezialisierung in Wertpapier- und Rohstoffbetrug, Korruption, Geldwäsche und grenzüberschreitender Kriminalität. Ziel ist es, seine "Cyber-Fähigkeiten" zu nutzen, um Gelder einzuziehen.
Ende des letzten Jahres waren insgesamt 4,5 Milliarden Dollar aufgetaucht. Vor Gericht erklärte FTX den Fund von eine Milliarde US-Dollar. Kurz darauf bestätigte die bahamische Wertpapieraufsicht nochmals 3,5 Milliarden Dollar. Die US-Börsenaufsicht SEC spricht von insgesamt 8 Milliarden US-Dollar, die Kunden im Verlauf des FTX-Untergangs verloren hätten. Nach anderen Schätzungen könnte die ehemalige "Modellbörse" insgesamt bis zu 50 Milliarden Dollar ausstehend haben.
FTX-Gründer plädiert nicht schuldig
Nachdem FTX Mitte November 2022 Insolvenz in Delaware beantragte, leitete die SDNY eine Untersuchung gegen die Kryptobörse ein. Kurz darauf reichte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Anklagen gegen die Gründer Sam Bankman-Fried und Gary Wang sowie gegen Caroline Ellison, die ehemalige CEO von Hedgefonds Alameda Research, ein. Letztere plädierten schuldig.
Bankman-Fried plädierte sich nicht schuldig während seiner Anhörung am Dienstag. Neben Betrug beschuldigt der Staatsanwalt den 30-jährigen Amerikaner auch des Verstoßes gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung. Wenn er verurteilt wird, könnte der FTX-Gründer insgesamt bis zu 115 Jahre Haft bekommen.