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Grayscale sieht Fundamentals im Kryptomarkt vor Memecoins

Grayscale sieht vor allem Wachstum bei Finanzprotokollen wie Hyperliquid, während Memecoins an Boden verlieren. Stablecoins und On-Chain-Handel bekommen dabei immer mehr Gewicht.

Grayscale sieht Fundamentals im Kryptomarkt vor Memecoins

Wichtigste Erkenntnisse

  • Grayscale zufolge belohnt der Kryptomarkt zunehmend Tokens mit echten Fundamentals, während Memecoins an Boden verlieren.
  • Im Financials Crypto Sector entwickelt sich Hyperliquid stark, während der Consumer and Culture Crypto Sector seit Anfang 2024 um etwa 75% gefallen ist.
  • Die Analyse deutet darauf hin, dass Anleger Tokens mit klarer wirtschaftlicher Funktion mehr Gewicht beimessen, etwa bei Stablecoin- und On-Chain-Handelsinfrastruktur.

Grayscale zufolge belohnt der Kryptomarkt immer stärker Tokens mit belastbaren Fundamentals, während Memecoins an Boden verlieren. Der Vermögensverwalter sieht Finanzprotokolle, angeführt von Hyperliquid, inzwischen klar vor spekulativen Tokens ohne erkennbaren Umsatzstrom.

Sektoren werden klarer getrennt

Grayscale stützt diese Einschätzung auf das eigene Crypto-Sectors-Framework, das gemeinsam mit FTSE Russell entwickelt wurde. Das Modell ordnet mehr als 150 Protokolle nach ihrer Funktion ein und wird quartalsweise überprüft. Ziel ist es, Anlegern ein strukturierteres Bild des Kryptomarkts zu geben als über Narrative oder kurzfristigen Hype.

Besonders deutlich zeigt sich das im Financials Crypto Sector. Zu dieser Gruppe zählen Protokolle für On-Chain-Finanztransaktionen und -Dienste, die vom Wachstum bei Stablecoins, tokenisierten Assets und weiteren Blockchain-Anwendungen profitieren. Grayscale verweist darauf, dass die Settlement-Volumina bei Stablecoins zuletzt neue Rekorde erreicht haben. Das spricht aus Sicht des Unternehmens für eine anhaltende Nachfrage nach dieser Infrastruktur.

Die Unterschiede treten laut dem Unternehmen in einem Bear Market noch klarer zutage. Tokens ohne Umsatz oder klaren Use Case geraten dann oft besonders stark unter Druck, während Projekte mit messbarer Aktivität tendenziell robuster bleiben.

Hyperliquid zieht den Karren

Seit Anfang 2024 hat der Financials Crypto Sector um etwa 15% zugelegt, während der Consumer and Culture Crypto Sector um rund 75% gefallen ist. Finanz-Tokens haben ihre verbraucherorientierten Pendants damit um etwa 90 Prozentpunkte hinter sich gelassen.

Laut Grayscale wird die Schwäche dieses Sektors vor allem von Memecoins wie Dogecoin geprägt, das inzwischen rund 85% des Marktwerts dieser Kategorie ausmacht. Im Finanzbereich hebt sich Hyperliquid derweil als klarer Gewinner hervor.

Die On-Chain-Exchange leitet Handelsgebühren an einen Assistance Fund weiter, der HYPE zurückkauft. Dadurch ist der Tokenwert direkter an die Nutzung der Plattform gekoppelt. HYPE stieg von einem Allzeittief bei rund 3,81 $ (3,34 €) Ende 2024 auf ein Hoch von 76,70 $ (67 €) im Juni 2026 und notierte am Montag bei rund 63 $ (55 €). Damit liegt der Token in diesem Jahr etwa 29% höher und gehört zu den zehn größten Kryptos nach Marktwert.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil es zeigt, welche Segmente im Markt derzeit die meiste Aufmerksamkeit erhalten: Tokens mit klarer wirtschaftlicher Funktion und nicht nur mit einer starken Story. Das dürfte auch für Marktteilnehmer wichtig sein, die auf On-Chain-Handel, Stablecoin-Infrastruktur und andere Anlageinstrumente schauen, die eher einem Nutzungsmodell als reiner Spekulation ähneln.

Grayscales Analyse passt zu einem breiteren Wandel, bei dem einige Fondsmanager führende Protokolle zunehmend wie Unternehmen mit Cashflow betrachten. Dadurch hängt die Bewertung im Krypto-Bereich weniger allein von der Marktstimmung ab und stärker von nachweisbarer Nutzung.


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