Haben die Amerikaner genug von Bitcoin?
Dass US-Verbraucher weniger Schulden aufnehmen und dass die Zahl der Zahlungsausfälle steigt, könnte den Übergang von FIAT-Währungen zu Bitcoin verlangsamen.

Dass US-Verbraucher weniger Schulden aufnehmen und dass die Zahl der Zahlungsausfälle steigt, könnte den Übergang von FIAT-Währungen zu Bitcoin verzögern.
Markus Thielen, Gründer von 10x Research, behauptet, dass die abnehmende Kreditaufnahme durch amerikanische Verbraucher dazu führen kann, dass risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin seltener gekauft werden.
Laut Daten der Federal Reserve stieg das gesamte Kreditvolumen im Juni um 8,9 Milliarden Dollar, womit die frühere Prognose von mindestens 10 Milliarden Dollar verfehlt wurde. Im Mai lag diese Zahl noch bei 13,9 Milliarden Dollar.
Der Wert revolvierender Kredite sank um 1,7 Milliarden Dollar, der größte Rückgang seit Anfang 2021. Revolvierende Kredite sind Kredite, die der Kreditnehmer bis zu einem bestimmten Limit mehrfach verwenden kann.
Außerdem gab es einen starken Anstieg der Zahlungsausfälle. Laut Thielens Analyse ist dies ein Zeichen verschlechterter finanzieller Verhältnisse privater Haushalte. Der Anteil säumnisbedingter Kreditkartenzahlungen liegt bei 10,93 %, dem höchsten Stand seit Anfang 2012.
Bei diesen Zahlen scheint die Bereitschaft der Verbraucher, Kredite aufzunehmen, erschöpft zu sein. Dies stellt laut Thielen eine Hürde für Investitionen in risikoreiche Vermögenswerte wie Bitcoin dar. Weitere Risiken für Bitcoin und den Kryptomarkt insgesamt sind die Unsicherheit rund um die US-Wahlen, die verlangsamende US-Wirtschaft und das Abflauen des KI-Hypes.