IMF sieht Bitcoin als wichtigen Vermögensschutz
Vor allem Menschen in Ländern mit strengen finanziellen Vorschriften wenden sich immer öfter Bitcoin zu, um ihr Kapital freier über Grenzen zu bewegen.

Vor allem Menschen in Ländern mit strengen finanziellen Vorschriften wenden sich immer öfter Bitcoin zu, um ihr Kapital freier über die Grenze zu bewegen. Das fanden Forscher des IMF, dem Internationalen Währungsfonds (IMF).
In ihrem Bericht "Ein Leitfaden zu grenzüberschreitenden Bitcoin-Transaktionen" erklären sie, wie Bitcoin bereits genutzt wird, um traditionelle Banksysteme zu umgehen. Dies trifft vor allem Regionen in wirtschaftlicher Not oder mit strengen Kapitalverkehrskontrollen. Sie betonen außerdem, dass ein erheblicher Anteil des Bitcoin-Transaktionsvolumens aus Ländern wie Argentinien und Venezuela stammt, wo die Bevölkerung unter einer anhaltend hohen Inflation leidet, wie die Inflationsrate zeigt.
Normalerweise fließt Kapital ins Ausland basierend auf wirtschaftlichen Indikatoren wie der Stärke der Wechselkurse. Dagegen zeigten die Bewegungen von Bitcoin eine höhere Korrelation mit kryptospezifischen Themen wie Marktvolatilität oder dem Fear-and-Greed-Index. Dennoch hat BTC traditionelle Kapitalströme lediglich ergänzt: "Insgesamt gibt es nicht viel Belege dafür, dass grenzüberschreitende Bitcoin-Ströme bestehende Kapitalströme ersetzt haben." Außerdem seien "grenzüberschreitende On-Chain-Transaktionen im Durchschnitt deutlich größer als Off-Chain-Transaktionen". Die deutlich höheren Transaktionskosten auf der Bitcoin-Blockchain sind hier wahrscheinlich verantwortlich.
Das IMF ist jedoch nicht nur positiv. Bitcoin könnte auch die Bemühungen der Aufsichtsbehörden erschweren, Finanztransaktionen zu überwachen, um illegale Aktivitäten wie Geldwäsche zu verhindern.
Internationale Zusammenarbeit und ein klares regulatorisches Rahmenwerk für Bitcoin und andere Kryptowährungen sind daher nötig. Die EU hat in diesem Bereich zumindest bereits standardisierte Regeln mit der MiCA-Verordnung.