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Itaú steigt in brasilianischen Tokenisierungs-Pilot mit OpenAssets ein

Itaú testet gemeinsam mit ANBIMA und OpenAssets, wie Anleihen und Fonds über die Blockchain ausgegeben und abgewickelt werden können. Gleichzeitig arbeitet Brasilien an Regeln für tokenisierte Wertpapiere und Stablecoins.

Itaú steigt in brasilianischen Tokenisierungs-Pilot mit OpenAssets ein

Wichtigste Erkenntnisse

  • Itaú Unibanco schließt sich in Brasilien einem Pilotprojekt mit OpenAssets und ANBIMA für tokenisierte Assets an.
  • Der Pilot testet, wie Anleihen und Investmentfonds über die Blockchain ausgegeben, gehandelt und abgewickelt werden können.
  • Gleichzeitig beschleunigt Brasilien die Regulierung für tokenisierte Wertpapiere, was das Land zu einem wichtigen Testmarkt macht.

Itaú Unibanco geht einen weiteren Schritt bei tokenisierten Assets und beteiligt sich an einem Pilotprojekt in Brasilien, das zeigen soll, wie traditionelle Anlagen über Blockchain ausgegeben, gehandelt und abgewickelt werden können. Die größte Bank des Landes arbeitet dafür mit OpenAssets in einem von der Branchenorganisation ANBIMA geleiteten Vorhaben zusammen.

Pilot mit Anleihen und Fonds

Nach Angaben der beteiligten Parteien konzentriert sich das Projekt auf Fixed-Income Securities und Investmentfonds. Der Pilot soll nicht nur zeigen, wie solche Produkte technisch auf Distributed-Ledger-Technologie laufen können, sondern auch, welche Regeln und Standards Banken und Asset Manager brauchen, um damit zu arbeiten.

Dass Itaú mitmacht, verleiht der Initiative zusätzliches Gewicht. Die Bank aus São Paulo ist der größte Kreditgeber Lateinamerikas und hatte laut S&P Global mehr als $562 Milliarden (€487 Milliarden) an Gesamtaktiva. Für den brasilianischen Markt ist das relevant, weil Tokenization dort nicht mehr auf kleine Testprojekte beschränkt bleibt, sondern zunehmend von etablierten Finanzakteuren erprobt wird.

Brasilien beschleunigt mit Regeln

Der Schritt von Itaú passt zu einer breiteren Entwicklung in Brasilien, wo Aufsichtsbehörden in den vergangenen Monaten schneller Rahmenbedingungen für tokenisierte Assets ausgearbeitet haben. Die Zentralbank von Brasilien veröffentlichte im November 2025 die Resolutionen 519, 520 und 521, wodurch VASPs unter die Autorisierung der BCB fielen und an Fiat gekoppelte Stablecoin-Transaktionen als Foreign-Exchange-Operations eingestuft wurden. Auch die CVM arbeitet aktiv an tokenisierten Wertpapieren und richtete im Juli 2026 eine spezielle Arbeitsgruppe ein, um einen experimentellen Rahmen für Registrierung, Verwahrung, Handel und Settlement über Blockchain zu entwerfen.

Diese Kombination aus Bankeninteresse und regulatorischer Entwicklung macht Brasilien zu einem der auffälligsten Testmärkte für Tokenization. Frühere Initiativen reichten bereits von Schulden und Forderungen bis hin zu tokenisierten Kühen in Paraná, was zeigt, wie breit die Technologie im Land erprobt wird. Itaú war außerdem schon 2023 an der Drex-Pilotphase der Zentralbank beteiligt, in der Blockchain-Transaktionen mit tokenisiertem Geld und Assets getestet wurden.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt dieser Pilot, wie sich Tokenization immer weiter vom Experiment zur institutionellen Infrastruktur verlagert. Das ist vor allem relevant, weil es in der Debatte nicht nur um crypto-native Tokens geht, sondern auch um die Frage, wie traditionelle Finanzprodukte auf Blockchain-Rails innerhalb eines regulierten Rahmens abgebildet werden können. In Märkten, in denen Aufseher und Banken gleichzeitig an der Basis arbeiten, könnte das die Messlatte dafür höher legen, wie tokenisierte Wertpapiere später international ausgerollt werden.


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