Mutter und Bruder von Sam Bankman-Fried weigern sich, mit Behörden zusammenzuarbeiten
Einige direkte Familienmitglieder von Sam Bankman-Fried scheinen nicht mit den laufenden Untersuchungen zusammenzuarbeiten.

Einige direkte Familienmitglieder von Sam Bankman-Fried scheinen offenbar nicht an den laufenden Untersuchungen mitzuwirken. Das ergibt sich aus einem juristischen Antrag, den Anwälte der Kryptobörse FTX am 25. Januar eingereicht haben.
Das neue Management und die gerichtlichen Behörden untersuchen derzeit alle Verbindungen im FTX-Fall. Laut dem Dokument wollten einige der potenziellen Zeugen trotz Aufforderungen nicht freiwillig mitwirken.
Neben der ehemaligen Alameda Research-CEO Caroline Ellison und dem Head of Technology Gary Wang werden in dem Antrag bestimmte Familienmitglieder von Sam Bankman-Fried als „Berater“ bezeichnet. FTX-Mitgründer Nishad Singh steht ebenfalls auf dieser Liste.
Die Mutter des FTX-Gründers, Barbara Fried, ließ die Aufforderungen vollständig unbeantwortet, schreiben die Anwälte. Inzwischen habe die Schuldnerseite keinerlei sinnvolle Beteiligung oder Reaktion von Singh oder Gabriel Bankman-Fried [SBFs Bruder] erhalten, heißt es im Rechtsakt.
FTX ist im vergangenen November zusammengebrochen. Seitdem versuchen die US-Behörden und das neue Management des Unternehmens, die verlorenen Kundengelder aufzuspüren. Der neue CEO schließt eine Wiederaufnahme der Aktivitäten der Kryptobörse nicht aus.