Muss Michael Saylor jetzt wirklich Bitcoin verkaufen?
Vor Kurzem wurde es noch als Aprilscherz abgetan, doch inzwischen scheint das Bitcoin-Entwicklungsunternehmen Strategy von Michael Saylor tatsächlich in schweren Zeiten zu stecken.

Vor kurzem wurde es noch als Aprilscherz abgetan, doch inzwischen scheint das Bitcoin-Entwicklungsunternehmen Strategy von Michael Saylor tatsächlich in ernsthaften Schwierigkeiten zu stecken. Die deutliche Korrektur des BTC-Kurses in den vergangenen Wochen hat das Unternehmen deutlich in deren Griff bekommen.
Durch den von Donald Trump entfesselten Handelskrieg steht die führende Kryptowährung zum Zeitpunkt dieses Berichts bei lediglich 76.500 Dollar. Was einem Kursrückgang von rund 30 Prozent gegenüber dem Rekordhoch Mitte Januar entspricht.
In einem der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Bericht warnt Strategy, dass es ohne Zugang zu günstigem Eigen- oder Fremdkapital gezwungen sein könnte, Bitcoin mit Verlust oder zu ungünstigen Bedingungen zu liquidieren.
In dem öffentlich zugänglichen Dokument betont das Unternehmen, dass „eine signifikante Abnahme des Marktwerts unserer Bitcoin-Bestände unsere Fähigkeit, unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, beeinträchtigen könnte."
Nach den jüngsten Zukäufen, zuletzt letzte Woche, besitzt Strategy als klar größter ‘corporate Hodler’ nun 528.185 BTC, mit einem Gesamtwert von 40,4 Milliarden Dollar. An zweiter Stelle steht das Bergbauunternehmen MARA Holdings mit 47.600 BTC.
Der Aktienkurs von MSTR steht derzeit bei 238 Dollar, 11 Prozent unter dem Vortag. Seit Jahresbeginn ist auch der Strategy-Kurs um rund 21 Prozent gefallen. Das könnte jedoch auch als interessanter Einstiegszeitpunkt gesehen werden.
Der viel diskutierte 8-K-Bericht ist ein standardisiertes juristisches Dokument. Wie jedes andere Unternehmen kann auch Strategy bankrott gehen, aber mit einem durchschnittlichen Bitcoin-Einkaufspreis von 67.458 Dollar liegt es immer noch im Gewinn.
Dennoch kursieren seit Wochen Gerüchte, dass Strategy aufgrund der anhaltenden Kryptowert-Korrektur bald möglicherweise zur Liquidation gezwungen sein könnte.