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Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar in Kraken-Mutter Payward

Der Deal passt zu Nasdaqs Plan für tokenisierte Aktien und verleiht Kraken-Mutter Payward zusätzliches Gewicht, während ein Börsengang erst für 2027 auf dem Tisch liegt.

Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar in Kraken-Mutter Payward

Wichtigste Erkenntnisse

  • Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar in Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, und bewertet das Unternehmen damit mit 21 Milliarden Dollar.
  • Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf tokenisierte Aktien, wobei Payward die Abwicklung von Nasdaqs Equity-Token-Trades übernimmt.
  • Der geplante Börsengang von Payward bleibt davon getrennt und ist nun frühestens für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Nasdaq investiert 100 Millionen Dollar (85,8 Millionen Euro) in Payward, die Muttergesellschaft der Krypto-Exchange Kraken, in einem Deal, der das Unternehmen mit 21 Milliarden Dollar (18 Milliarden Euro) bewertet. Laut Bloomberg passt die Investition in eine breitere Zusammenarbeit rund um tokenisierte Aktien, während Payward selbst weiterhin auf einen Börsengang zusteuert.

Tokenisierte Aktien im Fokus

Nasdaq will Aktien als Tokens handeln lassen, also als digitale Einträge auf einer Blockchain, die sich auch außerhalb der normalen Börsenzeiten bewegen können. So etwas von Grund auf aufzubauen, dauert Jahre, und genau darin liegt der Wert von Payward für die Börsengruppe. Kraken sagt, dass sein xStocks-Dienst, der Blockchain-Versionen börsennotierter Aktien ausgibt, im März bereits mehr als 25 Milliarden Dollar (21,5 Milliarden Euro) an Handelsvolumen verarbeitet hatte.

Im Rahmen der Zusammenarbeit übernimmt Payward die Abwicklung von Nasdaqs Equity-Token-Trades und prüft, wer diese Produkte nutzt. Damit kauft Nasdaq nicht nur Zugang zu Technologie, sondern auch zur Infrastruktur, die nötig ist, um tokenisierte Aktien innerhalb bestehender Marktstrukturen funktionieren zu lassen. Im März 2026 genehmigte die SEC einen Vorschlag von Nasdaq, bestimmte Aktien und ETFs in tokenisierter Form zu handeln, was diese Entwicklung innerhalb der US-amerikanischen Marktinfrastruktur weiter legitimierte.

IPO bleibt getrennt

Die Investition beschleunigt den geplanten Börsengang von Payward nicht. Das Unternehmen reichte im November 2025 vertraulich Unterlagen bei der US-Aufsichtsbehörde SEC ein, verschob diesen Schritt danach zweimal und peilt nun frühestens das zweite Quartal 2027 an.

Die neue Bewertung von 21 Milliarden Dollar (18 Milliarden Euro) liegt etwas über den 20 Milliarden Dollar (17,2 Milliarden Euro) aus November 2025, als unter anderem Jane Street, DRW Venture Capital und Citadel Securities einstiegen. Für Payward bedeutet die zusätzliche Finanzierung zwar, dass der Druck für einen schnellen Gang an die Börse nachlässt, während Nasdaq sich zugleich stärker auf den Technologiepartner festlegt.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto- und Marktbeobachter zeigt dieser Deal, wie eng Krypto-Infrastruktur und traditionelle Börsen inzwischen zusammenrücken. Die Zusammenarbeit passt zu einer breiteren Bewegung, in der etablierte Finanzakteure Blockchain nutzen, um bestehende Marktprozesse zu modernisieren. Das könnte relevant dafür sein, wie tokenisierte Aktien und andere Anlageinstrumente später auch außerhalb der USA angeboten oder abgewickelt werden. Auch die Zusammenarbeit zwischen Kraken und LSEG zeigt, dass die Börsengruppe schon länger auf tokenisierte Aktien und Settlement außerhalb der USA setzt.


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