New Jersey hebt Coinbase-Stakingverbot nach drei Jahren auf
Die Aufsichtsbehörde lässt die Strafe und das Verbot fallen, hält sich aber die Tür für ein neues Verfahren offen. Für Coinbase ist Staking wichtig für den Umsatz, während mehrere US-Bundesstaaten weiterhin Beschränkungen aufrechterhalten.

Wichtigste Erkenntnisse
- New Jersey hat die Staking-Anordnung gegen Coinbase aus dem Jahr 2023 aufgehoben, wodurch die Geldstrafe von 5 Millionen Dollar und das Verbot für neues Staking entfallen.
- Die Aufsichtsbehörde tat dies, ohne auf ein mögliches neues Verfahren zu verzichten, und äußerte sich nicht dazu, ob ein Gesetzesverstoß vorlag.
- Coinbase bleibt in mehreren Bundesstaaten eingeschränkt, während Staking für das Unternehmen eine wichtige, aber unter Druck stehende Einnahmequelle ist.
New Jersey hat seine Staking-Anordnung gegen Coinbase aus dem Jahr 2023 aufgehoben. Damit entfallen auch die Geldstrafe von $5 Millionen (€4,5 Millionen) und das Verbot, das Einwohnern untersagte, neue Mittel über die Krypto Exchange zu staken. Damit ist der Fall aber nicht vollständig beendet, denn die Aufsichtsbehörde nahm die Entscheidung zurück, ohne auf ein mögliches neues Verfahren zu verzichten.
Was New Jersey aufhebt
Der Schritt vom 30. Oktober bedeutet, dass Coinbase in New Jersey wieder Staking für neue Einlagen anbieten kann, auch wenn die Aufsichtsbehörde keine Aussage dazu trifft, ob der Dienst damals gegen das Gesetz verstoßen hat. Im Juni 2023 bezeichnete das Bureau of Securities den Dienst als nicht registriertes Wertpapier. Damals nutzten 145.270 Einwohner des Bundesstaats das Angebot, so das Büro des Generalstaatsanwalts.
Coinbase stellte Staking wenige Wochen später in vier Bundesstaaten ein. Laut Chefjuristin Molly Abraham entgingen Nutzern in New Jersey dadurch Belohnungen in Millionenhöhe. Im April 2025 schätzte Coinbase den entgangenen Betrag über mehrere Bundesstaaten hinweg auf $90 Millionen (€80,2 Millionen).
Druck auf Coinbase bleibt bestehen
Das Timing ist für Coinbase-Aktionäre relevant, weil Staking eine wichtige Einnahmequelle bleibt. Im dritten Quartal erzielte Coinbase $85,7 Millionen (€76,4 Millionen) aus Blockchain-Rewards, vor allem aus Staking, nach $184,6 Millionen (€165 Millionen) im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen führte $111,8 Millionen (€99,7 Millionen) dieses Rückgangs auf niedrigere Solana- und Ethereum-Preise zurück. Niedrigere Belohnungssätze drückten die Einnahmen zusätzlich um $18,9 Millionen (€16,9 Millionen).
Diese schwächere Einnahmequelle passt in ein breiteres Bild. Im ersten Quartal 2026 sank Coinbases Subscription-and-Services-Umsatz, in dem Staking-Einnahmen enthalten sind, gegenüber dem Vorquartal um 16 % auf $584 Millionen (€521 Millionen). Das zeigt, dass dieser Bereich weiterhin empfindlich auf die Lage am Kryptomarkt reagiert.
Vier Bundesstaaten halten die Bremse weiter drin
Auf Bundesebene hat sich die Spannung rund um Staking bereits teilweise entspannt. Die SEC ließ ihre Klage gegen Coinbase im Februar 2025 fallen, und Mitarbeiter der Aufsichtsbehörde erklärten im Mai 2025, dass Protocol Staking im Allgemeinen keine Wertpapierfrage sei. Diese Sicht ist nicht bindend, und Kommissarin Caroline Crenshaw war damit nicht einverstanden.
Trotzdem bleibt Staking in mehreren Bundesstaaten eingeschränkt. Alabama, Illinois, Kentucky, South Carolina und Vermont ließen ihre Verfahren 2025 fallen, aber California, Maryland und Wisconsin halten weiterhin Vereinbarungen aufrecht, die neues Staking blockieren. Washington hält sein Vorgehen offen. Coinbase nannte in einer aktuellen Mitteilung auch Wisconsin, Maryland, California und Washington als die nächsten Bundesstaaten, in denen die Frage noch offen ist. Die breitere Verschiebung passt zu einem Muster, in dem Aufsichtsbehörden ihren Kurs überdenken; auch die SEC ließ ihre Klage gegen Coinbase fallen, während die Diskussion über Staking-Regeln in den USA noch nicht endgültig geklärt ist.