Phantom rollt Kalshi-Vorhersagemärkte in den USA aus
Nutzer mit einem Kalshi-Account können in Phantom jetzt Event Contracts zu Politik, Sport, Wirtschaft und Krypto handeln. Der Start fällt mitten in neue Klagen aus Utah und New York.

Wichtigste Erkenntnisse
- Phantom rollt Kalshi-Vorhersagemärkte für US-Nutzer aus, mit Event Contracts zu Politik, Sport, Wirtschaft und Krypto in der App.
- Der Rollout begann am 23. Oktober 2026 und wird in den kommenden Wochen weiter ausgeweitet; Nutzer brauchen dafür ein vollständig verifiziertes Kalshi-Konto.
- Der Start fällt zusammen mit juristischem Druck auf Kalshi, darunter eine Klage aus Utah und frühere bundesstaatliche und New Yorker Verfahren.
Phantom hat damit begonnen, Kalshi-Vorhersagemärkte für Nutzer in den Vereinigten Staaten auszurollen. Damit können Nutzer Event Contracts zu Politik, Sport, Wirtschaft und Krypto direkt in der App der Krypto-Wallet handeln.
Integration wird weiter ausgebaut
Der Rollout begann am Freitag, dem 23. Oktober 2026, und wird in den kommenden Wochen weiter ausgeweitet, so Phantom. Die Anbindung an Kalshi war bereits im Dezember 2025 angekündigt worden, war für US-Nutzer damals aber noch eingeschränkt.
Wer handeln will, braucht ein verknüpftes Kalshi-Konto mit vollständiger Identitätsverifizierung. Dafür sind unter anderem eine US-Telefonnummer, ein amtlicher Ausweis und möglicherweise zusätzliche Prüfungen über Socure nötig. Nutzer werden damit direkt Kunde von Kalshi, das bei der Commodity Futures Trading Commission als Designated Contract Market und derivatives clearing organization registriert ist.
Juristischer Druck bleibt hoch
Der Start fällt mit einem breiteren Rechtsstreit um Kalshi zusammen. Der Attorney General von Utah reichte am 20. Oktober 2026 eine Klage ein, in der der Plattform illegale Glücksspielaktivitäten vorgeworfen werden. Laut der Klage wird außerdem Rückerstattung für Millionen an Gebühren gefordert, die mit Utah-Konten verbunden sind.
Dieser Druck steht nicht für sich allein. Kalshi sah sich im August 2026 auch mit einem bundesstaatlichen Urteil konfrontiert, in dem Sports Event Contracts nicht als Swaps im Sinne des Bundesrechts eingestuft wurden, sodass Bundesstaaten ihre Glücksspielregeln weiter gegen die Plattform einsetzen können. Bereits Anfang dieses Jahres leitete die Behörde in New York ein Verfahren gegen Kalshi mit ähnlichen Vorwürfen ein.
Was das für Leser bedeutet
Für europäische Krypto-Leser zeigt dieser Schritt, wie Wallets immer häufiger zu Zugängen für Produkte außerhalb des klassischen Spotmarkts werden. Phantom nutzt dabei unter anderem den CASH Stablecoin zur Finanzierung und lässt Auszahlungen wieder auf dem Phantom-Cash-Konto ankommen. Der US-Rollout ist vorerst vor allem als Beispiel dafür relevant, wie Krypto-Apps und regulierte Event Markets näher zusammenrücken.