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SEC genehmigt erste 3x Bitcoin- und Ether-ETFs

Die Fonds von Volatility Shares verfolgen Bitcoin- und Ether-Futures mit 3x Hebel; der Handel startet erst nach einer zusätzlichen SEC-Genehmigung der Registrierung.

SEC genehmigt erste 3x Bitcoin- und Ether-ETFs

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-SEC hat die ersten 3x Bitcoin- und Ether-ETFs von Volatility Shares genehmigt, doch die Fonds dürfen noch nicht handeln.
  • Es geht um sechs ETFs, die über regulierte Futures das dreifache tägliche Renditepotenzial von Bitcoin und Ether abbilden wollen, nicht den Spotpreis.
  • Marktbeobachter warnen, dass gehebelte ETFs vor allem für den kurzfristigen Einsatz gedacht sind und bei Volatilität zu hohen Verlusten führen können.

Die amerikanische SEC hat die ersten 3x Bitcoin- und Ether-ETFs genehmigt. Damit macht die Aufsichtsbehörde einen weiteren Schritt für Krypto im regulierten Markt. Es geht um sechs Fonds von Volatility Shares, die das dreifache tägliche Renditepotenzial des zugrunde liegenden Assets abbilden wollen. Die Produkte dürfen noch nicht handeln, weil der Emittent zunächst warten muss, bis die SEC die Registrierungserklärung wirksam werden lässt.

Was die SEC genau genehmigt hat

Die Aufsichtsbehörde genehmigte am 2. Oktober eine Regeländerung von Cboe BZX. Dadurch dürfen die neuen ETFs neben Varianten auf Gold, Silber, Rohöl und Erdgas gelistet werden. Für Krypto ist vor allem relevant, dass der US-Markt bislang auf 2x Hebel für Fonds mit Bitcoin und Ether begrenzt war.

Die neuen Produkte halten regulierte Futures, die an Bitcoin und Ether gekoppelt sind, nicht die echten Tokens selbst. Das unterscheidet sie von Spot-ETFs, die direktes Exposure in die Münze geben. Die Anordnung enthält keine Frist für den nächsten Schritt, daher ist noch nicht bekannt, wann die Fonds tatsächlich live gehen.

Für Trader, nicht für langfristige Anleger

Marktbeobachter betonen, dass solche Fonds vor allem für den kurzfristigen Einsatz gedacht sind. Bloomberg-Analyst Eric Balchunas sagte auf X, dass gehebelte ETFs für Trading da sind, nicht zum Investieren. Auch Volatility Shares warnt im vorläufigen Prospekt, dass ein 3x Bitcoin ETF nicht für alle Anleger geeignet ist und sogar zum Totalverlust führen kann.

Der Grund ist einfach: Die Fonds müssen jeden Tag neu ausbalanciert werden, um dieses 3x-Exposure zu halten. Nach einem Anstieg kaufen sie mehr Futures nach, nach einem Rückgang verkaufen sie dagegen. Dadurch können die Ströme Richtung Handelsschluss besonders groß werden. In einem volatilen Markt kann das die Kursschwankungen verstärken.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Beobachter zeigt dieser Schritt, wie schnell Bitcoin und Ether weiter in traditionelle Märkte eingebettet werden. Die SEC etabliert damit eine Produktkategorie, die es für Rohstoffe wie Gold und Öl schon länger gibt. Gleichzeitig unterstreicht die Genehmigung, dass regulierte Derivate immer mehr Raum bekommen, während die Risiken für Privatanleger hoch bleiben.

Blockstream-CEO Adam Back wies außerdem darauf hin, dass solche Strategien in einem seitwärts laufenden Markt mit hoher Volatilität an Wert verlieren können. Das passt zu der Warnung, dass Futures-ETFs durch das Rollen von Kontrakten zusätzliche Kosten haben. Für alle, die den Kryptomarkt verfolgen, ist das vor allem ein Signal, dass die Marktstruktur rund um Bitcoin und Ether weiter reift, aber nicht unbedingt einfacher wird. Auch die jüngsten Unterschiede bei den ETF-Zuflüssen zeigen, wie schnell sich das Interesse zwischen Bitcoin und Ether verschieben kann."}


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