SEC zieht Anklage gegen Coinbase zurück
Coinbase und die US-Börsenaufsicht SEC haben angeblich eine Grundsatzeinigung erzielt, um das laufende Gerichtsverfahren gegen die Kryptobörse zu stoppen.

Coinbase und die US-Börsenaufsicht SEC haben angeblich eine Grundsatzeinigung getroffen, um das laufende Gerichtsverfahren gegen die Kryptobörse zu stoppen. Das meldet FOX Business-Reporterin Eleanor Terrett auf X.
Coinbase-CEO Brian Armstrong bestätigte die Nachricht in einer Videobotschaft. Laut Armstrong haben SEC-Mitarbeiter dem Unternehmen mitgeteilt, dass der Aufsichtsbehörde plant, die Sache zurückzuziehen. Die endgültige Entscheidung muss jedoch noch intern von der SEC genehmigt werden.
Keine Bußgelder oder Unternehmensänderungen
Wenn die Kommission dem Vorschlag zustimmt – was voraussichtlich nächste Woche geschehen wird – bedeutet dies eine vollständige Einstellung des Verfahrens, ohne Bußgelder und ohne dass Coinbase seine Geschäftstätigkeit anpassen muss, so Armstrong.
Die SEC hatte im Juni 2023 eine Klage gegen Coinbase eingereicht, weil das Unternehmen nach Auffassung der Aufsichtsbehörde als eine nicht lizenzierte Wertpapierbörse operierte. Der Rechtsstreit zog sich seither hin und bekam im Juni 2024 eine neue Wendung, als Coinbase wiederum die SEC verklagte. Das Unternehmen beschuldigte die Aufsichtsbehörde einer unklaren und inkonsistenten Vorgehensweise bei der Regulierung von Krypto.
"Die SEC lag juristisch falsch"
Laut Armstrong bestätigt die jüngste Kursänderung der SEC, dass die Aufsichtsbehörde juristisch gesehen falsch lag. "Die SEC überschritt ihre dem Kongress durch Verleihung der Befugnisse, indem sie von uns verlangte, dass wir bestimmte Vermögenswerte streichen, obwohl sie keine Wertpapiere waren", schrieb Armstrong in einem Beitrag auf X ansehenpost auf X.
Er fügte hinzu, dass die US-Wahlen und der Sieg von Donald Trump eine ausschlaggebende Rolle in dieser Entwicklung gespielt haben. "Ich bin überzeugt, dass wir diese Sache so oder so vor Gericht gewonnen hätten, weil unsere Argumente stark waren. Aber diese politische Wende hat das Verfahren definitiv beschleunigt und mehr Verantwortung eingefordert," so Armstrong.
COIN-Aktien steigen um 4,2%
Als Reaktion auf die Nachricht über die erwartete Beendigung des Verfahrens stiegen die COIN-Aktien von Coinbase um 4,2% im Vorbörsenhandel.
Nach dem Rücktritt des SEC-Vorsitzenden Gary Gensler hatten Analysten bereits vorausgesagt, dass das Verfahren möglicherweise eingestellt wird. Kürzlich einigten sich SEC und Coinbase auch darauf, die Frist des Verfahrens aufgrund interner struktureller Veränderungen bei der Aufsichtsbehörde zu verlängern.
Coinbase blickt nun auf eine „produktive Zusammenarbeit“ mit der SEC, genauso wie mit anderen Regulierungsbehörden weltweit, so Armstrong abschließend.