SHIB steigt nach südkoreanischer Kaufwelle ohne News um 36 %
Die Rally wurde vor allem durch den Handel in Südkorea auf Upbit getragen. Liquidationen von Short-Positionen folgten, während Shibarium und andere Projektnews ausblieben.

Wichtigste Erkenntnisse
- Shiba Inu (SHIB) legte am Sonntag um 36 % auf rund 0.000 $0057 zu und gewann damit an einem Tag grob 1 $ Milliarde an Marktwert.
- Getragen wurde die Bewegung vor allem vom südkoreanischen Handel, wobei Upbit der größte Markt war und der Kurs dort leicht über anderen Börsen lag.
- Weder Projektnews noch neue Impulse aus Shibarium waren zu sehen; Liquidationen setzten erst nach dem Anstieg ein und erklären die Rally nicht vollständig.
Shiba Inu (SHIB) sprang am Sonntag um 36 % auf etwa 0.000 $0057 (0.000 €005) nach oben. Damit erhöhte sich der Marktwert des Tokens binnen eines Tages um grob 1 $ Milliarde (0,9 € Milliarden). Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es keine neue Ankündigung oder frische Projektmeldung gab, obwohl sich SHIB zeitweise zu einem der meistgehandelten Coins des Tages entwickelte.
Koreanischer Handel dominiert
Nach den verfügbaren Marktdaten dürfte die Bewegung vor allem von südkoreanischen Tradern ausgegangen sein. Auf Upbit war das Paar SHIB/KRW mit rund 62 $ Millionen (54,5 € Millionen) Volumen der größte Markt und machte damit mehr als ein Zehntel des weltweiten Handels aus. Zudem notierte der Kurs dort mit einem kleinen Aufschlag gegenüber Binance und anderen Dollar-Handelsplätzen.
Das passt zu einem bekannten Muster am Kryptomarkt: Wenn der südkoreanische Retail-Handel anzieht, kann das die Volatilität bei Tokens wie SHIB deutlich verstärken, vor allem bei dünner Liquidität. Die Bewegung setzte spät am Samstag ein, kam anschließend für rund neun Stunden zum Stillstand und gewann dann im asiatischen Morgenhandel wieder an Tempo.
Liquidationen folgten dem Kurs
Der schnelle Anstieg setzte Short-Seller unter Druck. Insgesamt wurden bei SHIB- und 1000SHIB-Positionen rund 6 $ Millionen (5,3 € Millionen) liquidiert, betroffen waren etwa 2.300 Trader. Davon entfielen ungefähr 5 $ Millionen (4,4 € Millionen) auf Short-Positionen. Diese Zwangsliquidationen traten vor allem nach dem Kurssprung auf und sind zu klein, um die gesamte Bewegung allein zu erklären.
Auch aus dem breiteren Bereich der Dog-Tokens kam nur begrenzte Unterstützung. Dogecoin legte im selben Zeitraum um 6 % zu, während kleinere Tokens teils um bis zu 10 % stiegen. Das spricht dafür, dass die Bewegung eher SHIB-spezifisch war und nicht auf eine breite Rotation in Memecoins zurückging.
Shibarium hilft noch nicht
Im Ökosystem von Shiba Inu kam kein neuer Impuls aus Shibarium, der Layer-2-Lösung des Projekts. Das ist relevant, weil Shibarium und die breitere Token-Struktur schon länger damit ringen, nachhaltige Traktion aufzubauen. In früheren Marktdaten fiel zudem auf, dass der südkoreanische Kryptomarkt derzeit weniger Retail-Aktivität zeigt, während institutionelle Akteure dort an Gewicht gewinnen.
Für europäische Krypto-Leser zeigt der Fall vor allem, wie schnell ein Token auch ohne News stark ausschlagen kann, wenn eine einzelne Handelsregion den Takt vorgibt. Gleichzeitig wird deutlich, dass SHIB weiterhin vor allem von Sentiment und Orderflow geprägt ist und weniger von Nutzungszahlen aus dem eigenen Ökosystem.