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Südkorea belegt Bithumb wegen illegaler Datentransfers mit Bußgeld

Die Aufsichtsbehörde PIPC sieht es als erwiesen an, dass Bithumb Kundendaten ohne die nötige Zustimmung an ausländische Exchanges weitergegeben hat, unter anderem im Zusammenhang mit USDT-Daten und BingX. Gleichzeitig verschärft Südkorea die Datenschutzregeln für Blockchain-Unternehmen.

Südkorea belegt Bithumb wegen illegaler Datentransfers mit Bußgeld

Wichtigste Erkenntnisse

  • Südkorea belegte Bithumb mit 210 Millionen Won Bußgeld wegen der Weitergabe von Nutzerdaten an ausländische Parteien ohne die nötige Zustimmung.
  • Die PIPC stellte fest, dass Bithumb Daten wie Namen, Wallet-Adressen und Geburtsdaten an dreizehn ausländische Krypto-Exchanges weitergegeben hat.
  • Südkorea führt neue Datenschutzrichtlinien ein, die Blockchain-Unternehmen dazu anhalten, persönliche Informationen nicht auf öffentlichen Ledgers zu speichern.

Südkorea hat der Kryptobörse Bithumb ein Bußgeld von 210 Millionen Won (rund $136.000 (€119.900)) auferlegt, weil Nutzerdaten ohne die nötige Zustimmung an ausländische Parteien weitergegeben wurden. Die Sanktion folgt auf eine monatelange Untersuchung durch die Personal Information Protection Commission (PIPC) und gilt als eine der strengsten Maßnahmen zur Durchsetzung des Datenschutzes in der koreanischen Krypto-Szene bisher.

Verstöße bei grenzüberschreitenden Datentransfers

Im Kern geht es um die Übermittlung personenbezogener Daten über Landesgrenzen hinweg, ein Prozess, für den das südkoreanische Recht strenge Zustimmungsregeln vorsieht. Zwischen September und November 2025 hat Bithumb bei Transaktionen mit Tethers USDT-Marktdaten gegen diese Regeln verstoßen. Die Kommission stellte fest, dass Bithumb Nutzer darüber informiert hatte, ihre Daten würden an die Stellar-Plattform gehen, obwohl sie in Wirklichkeit bei einer Plattform von BingX landeten. Das weicht von der im Datenschutzrecht geforderten genauen Angabe des Empfängers ab.

Außerdem zeigte sich, dass Bithumb Daten wie Namen, Wallet-Adressen und Geburtsdaten von Kunden ohne vollständige Zustimmung an dreizehn verschiedene ausländische Krypto-Exchanges weitergegeben hatte. Diese Feststellungen führten zu einer Anordnung, die internen Abläufe für grenzüberschreitende Datentransfers anzupassen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben strenger abzusichern.

Neue Datenschutzrichtlinien für Blockchain-Unternehmen

Parallel zum Bußgeld hat Südkorea neue Datenschutzrichtlinien eingeführt, die Blockchain-Unternehmen dazu anhalten, persönliche Informationen nicht auf öffentlichen Ledgers zu speichern. Namen und nationale Identifikationsnummern sollen, wenn möglich, off-chain bleiben, um die Privatsphäre zu schützen. Die Richtlinien betonen außerdem, dass Unternehmen die tatsächliche Zieladresse personenbezogener Daten vor einer internationalen Übermittlung prüfen und sich nicht auf Zwischenhändler verlassen sollen.

Diese Entwicklungen passen zu einem breiteren Trend, bei dem Südkorea die Regulierung von Krypto-Unternehmen ausweitet, nicht nur im Finanzbereich, sondern auch beim Datenschutz. Für Bithumb ist das Bußgeld ein finanzieller und reputationsbezogener Rückschlag, zugleich signalisiert es aber auch eine strengere Durchsetzung für den gesamten koreanischen Kryptomarkt. Unvollständige Einwilligungen von Nutzern dürften künftig härter geahndet werden, was eine wichtige Botschaft für alle Krypto Exchanges ist, die in Südkorea aktiv sind.

Relevanz für europäische Krypto-Nutzer

Auch wenn sich diese Sanktion gegen eine koreanische Börse richtet, zeigt sie, wie stark das weltweite Interesse an Datenschutz und Datenmanagement im Kryptomarkt wächst. Europäische Krypto-Investoren und Plattformen können daraus ableiten, dass die Einhaltung von Datenschutzgesetzen, vor allem bei grenzüberschreitenden Datentransfers, immer wichtiger wird. Das könnte auch in Europa zu strengeren Kontrollen und höheren Anforderungen an Krypto-Exchanges und Blockchain-Unternehmen führen.


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