So reagiert Bitcoin auf die Zinssenkung der EZB
Weil die Europäische Zentralbank bei ihrem Inflationsziel auf Kurs liegt, senkt die EZB erneut die Zinsen.

Weil die Europäische Zentralbank bei ihrem Inflationsziel auf Kurs liegt, senkt die EZB erneut die Zinsen. So reagiert Bitcoin und der Kryptomarkt darauf.
Die Europäische Zentralbank will die Wirtschaft stimulieren und senkt daher die Zinsen. Das gab die EZB am 12. Dezember bekannt in einer Pressemitteilung.
Die Zentralbank senkt den Einlagenzinssatz, der einen wichtigen Einfluss auf Kredit- und Sparkonten hat, um 25 Basispunkte auf 3,0 Prozent.
Experten hatten diese Anpassung bereits erwartet. Das Forscherteam der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erklärte: „Der schwindende Inflationsdruck gibt der EZB Spielraum, den Zinssatz weiter zu senken. Aber sie muss vorsichtig bleiben, denn der Kampf gegen die hohe Inflation ist noch nicht gewonnen.“
Die letzte Zinssenkung wird durch die sinkende Inflation gerechtfertigt. Für 2027 prognostizieren EZB-Analysten eine Inflation von 2,1 Prozent. Im November betrug die Inflation in Deutschland 2,2 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Damit hat die EZB ihr Inflationsziel von 2 Prozent knapp verfehlt.
Während eine Pressekonferenz Licht ins monetary policy , die Vorsitzende der EZB, Christine Lagarde, das geldpolitische Vorgehen weiter erläuterte: „Wir sind entschlossen, die Inflation nachhaltig auf unser Ziel von 2 Prozent zu stabilisieren.“
Auch in den USA fand im September eine Zinspolitik-Umkehr statt, der sogenannte Pivot. Seitdem erlebte der Kryptomarkt eine Kursrallye, die durch die Wahl von Donald Trump weiter verstärkt wurde. Zum Zeitpunkt des Schreibens reagiert Bitcoin mit einem leichten Anstieg auf über 101.000 Dollar. Dies ist jedoch nicht ausschließlich der Entscheidung der EZB zuzuschreiben.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die derzeitige Stärke von Bitcoin ist die Bekanntgabe des US-Verbraucherpreisindexes für November am 11. Dezember. Daraus ging hervor, dass die Preise gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen waren.
Am 18. Dezember trifft die US-Notenbank Federal Reserve erneut eine Entscheidung über den Zinssatz. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit bei 98,6 Prozent, dass auch dieser Zinsschritt um 25 Basispunkte gesenkt wird.