VanEck sieht Bitcoin-Miner mit KI-Pivot als stark unterbewertet
VanEck bezeichnet den Kursrückgang von Hut 8 und Core Scientific als Dislokation: Der Markt preist Stromkapazität und KI-Rechenzentrumsinfrastruktur aus Sicht des Unternehmens zu niedrig ein.

Wichtigste Erkenntnisse
- VanEck hält Bitcoin-Miner mit einem KI-Pivot nach der Verkaufswelle im Oktober im Schnitt für 35% niedriger bewertet und sieht darin eine Dislokation.
- Die Verkaufswelle traf laut VanEck den gesamten Sektor der KI-Infrastruktur, einschließlich GPU-Vermietern wie CoreWeave, wegen Sorgen um Kredite und höhere Finanzierungskosten.
- VanEck sagt, dass Stromkapazität die wichtigste Engpassgröße bleibt, während keine unterzeichneten Leasingverträge gekündigt wurden.
VanEck sagt, dass Aktien von Bitcoin-Minern, die auf KI-Rechenzentrumsinfrastruktur umgestiegen sind, nach der Verkaufswelle im Oktober überverkauft wirken. Der Vermögensverwalter bezeichnet den Rückgang von durchschnittlich 35% als Dislokation, nicht als Ablehnung des Geschäftsmodells.
Verkaufswelle traf den gesamten Sektor
Laut VanEck wurden Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der KI-Infrastruktur im Oktober über einen Kamm geschoren. Der Markt verkaufte nicht nur Miner, die sich auf KI ausrichten, sondern auch GPU-Vermieter wie CoreWeave, während die Sorgen um Kredite und höhere Finanzierungskosten zunahmen.
Der Analyst weist darauf hin, dass Bitcoin-Miner wie Hut 8 und Core Scientific, die VanEck als powered shell providers bezeichnet, gerade von bestehender Strom- und Kühlkapazität profitieren. Diese Unternehmen stellen Strom für Parteien bereit, die GPUs für KI-Anwendungen mieten, und genau darin liegt laut VanEck ein wichtiger Teil des Werts.
Strom bleibt der Engpass
VanEck stellt fest, dass nicht die Nachfrage nach KI die größte Einschränkung ist, sondern die verfügbare Stromkapazität. Das passt zu einem breiteren Trend: Immer mehr Bitcoin-Miner nutzen ihre bestehende Infrastruktur für KI und High-Performance Computing, weil sich damit ihre Strom- und Kühlsysteme besser auslasten lassen. Auch die Bitcoin-Hashrate zeigt, dass der Sektor trotz dieser Verschiebung weiterhin robust läuft.
Der Vermögensverwalter sagt außerdem, dass trotz der höheren Verschuldung bei GPU-Vermietern keine unterzeichneten Leasingverträge gekündigt wurden. Der physische Engpass bleibt demnach der Zugang zu Strom und nicht der Mangel an Kunden.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Leser ist das relevant, weil es zeigt, wie eng Bitcoin-Mining und KI-Infrastruktur inzwischen miteinander verflochten sind. Die Bewertung solcher Unternehmen hängt nicht mehr nur von Bitcoin ab, sondern auch von Stromzugang, Rechenzentrumskapazität und der Finanzierung von KI-Hardware. Das macht den Sektor anfälliger für breitere Marktstressphasen, aber auch für die Knappheit an Netzanschlüssen, die VanEck nennt.