XRP fällt trotz drittem Tag mit ETF-Zuflüssen
Bitwise und Franklin Templeton verzeichneten erneut Zuflüsse in ihre US-Spot-XRP-ETFs, doch der Tokenpreis gab trotzdem nach. Das unterstreicht den Unterschied zwischen Fondsnachfrage und Spotmarkt.

Wichtigste Erkenntnisse
- US-Spot-XRP-ETFs von Bitwise und Franklin Templeton zogen am 25. September zusammen rund 22,65 Millionen Dollar an Nettozuflüssen an.
- Der XRP-Kurs fiel am selben Tag um etwa 4,6 Prozent auf rund 1,54 Dollar, trotz der starken ETF-Zuflüsse.
- Das 24-Stunden-Volumen sank auf etwa 4,97 Milliarden Dollar, während die Marktkapitalisierung von XRP bei rund 96,89 Milliarden Dollar lag.
US-amerikanische Spot-XRP-ETFs von Bitwise und Franklin Templeton zogen am Donnerstag, dem 25. September, zusammen rund 22,65 Millionen Dollar (19,9 Millionen Euro) an Nettozuflüssen an, doch der XRP-Kurs fiel am selben Tag um etwa 4,6 Prozent auf rund 1,54 Dollar (1,35 Euro). Die Zahlen zeigen, dass starke Nachfrage über ETF-Produkte nicht automatisch zu höheren Spotkursen führt.
Zuflüsse bleiben robust
Bitwise war am 25. September mit rund 18,39 Millionen Dollar (16,2 Millionen Euro) an Zuflüssen mit Abstand der größte Treiber. Damit belief sich der kumulierte Nettozufluss dieses Fonds auf etwa 677 Millionen Dollar (595 Millionen Euro). Der Franklin XRP-ETF folgte mit rund 4,26 Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro), was einem kumulierten Gesamtwert von mehr als 501 Millionen Dollar (440 Millionen Euro) entsprach.
Zusammen lagen die Spot-XRP-ETFs zu diesem Zeitpunkt bei rund 1,77 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) an Nettovermögen. Der historische kumulierte Nettozufluss näherte sich 1,79 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro). Zwei Tage zuvor, am 23. September, hatte es ebenfalls eine positive Sitzung mit zusammen rund 18,04 Millionen Dollar (15,9 Millionen Euro) an Zuflüssen gegeben.
Warum der Kurs zurückblieb
Der Gegensatz zwischen Zuflüssen und Kursbewegung ist auffällig, aber nicht einzigartig. XRP bewegt sich in einem Markt, in dem Nachfrage über regulierte ETFs neben anderen Kräften steht, etwa dem breiteren Marktsentiment und dem Angebot an XRP, das monatlich über Ripple auf den Markt kommt. Dadurch können Zuflüsse in Fonds zwar zusätzliches Interesse zeigen, ohne dass der Spotpreis sofort mitzieht.
Auch das Handelsbild unterstrich diesen Unterschied. Das 24-Stunden-Volumen sank auf etwa 4,97 Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro), ein Rückgang von 22,06 Prozent, während die Marktkapitalisierung von XRP bei rund 96,89 Milliarden Dollar (85,2 Milliarden Euro) lag. Das deutet darauf hin, dass sich ETF-Ströme und der Handel im Token selbst nicht immer in dieselbe Richtung bewegen.
Zuvor hatte die Kombination aus ETF-Zuflüssen und Short-Covering gerade gezeigt, wie schnell XRP reagieren kann, wenn sich der Markt in dieselbe Richtung bewegt.
Was das für Anleger bedeutet
Für europäische Kryptonutzer ist das vor allem relevant, weil XRP-ETFs zeigen, wie regulierte Produkte einen neuen Zugang zur Nachfrage nach dem Token schaffen. Gleichzeitig macht diese Sitzung deutlich, dass Zuflüsse in solche Produkte nicht dasselbe sind wie direkter Kaufdruck am Spotmarkt. Der Unterschied zwischen beidem kann helfen, die kurzfristigen Bewegungen von XRP besser einzuordnen.