XXI nimmt es mit Strategy(MSTR) auf: Was steckt dahinter?
Bitcoiner gegen Bitcoiner, Jack Mallers gegen Michael Saylor: Der Sieger steht jetzt schon fest: Bitcoin.

Bitcoiner gegen Bitcoiner, Jack Mallers gegen Michael Saylor: Der Sieger steht jetzt schon fest: Bitcoin. Das neue Unternehmen Twenty One will die dominierende Position von Strategy (früher MicroStrategy) herausfordern und steckt dafür Milliarden in Bitcoin. Angesichts der beeindruckenden Kursentwicklung von Strategy seit Start ihrer Bitcoin-Strategie ist der Aktienkurs um über 2.000 Prozent gestiegen; Anleger hoffen auf eine ähnliche Explosion bei Twenty One. Ein Einstieg wäre jetzt lucrativ, obwohl Vorsicht geboten ist. Um das zu verstehen, müssen wir das Verhältnis zwischen Bitcoin und Altcoins betrachten.
Twenty One: “So viel Kapital wie möglich für Bitcoin”
Die Mission von Twenty One ist glasklar, so View post on XCEO Jack Mallers: "Unser Ziel ist es, so viel Kapital wie möglich zu sammeln, um Bitcoin zu kaufen." Die einzige Regel: Anleger sollen versuchen, so viele Bitcoins pro Anteil zu halten (Bitcoin per Share, BPS). Nach eigenen Angaben besitzt Twenty One derzeit 31.500 BTC gegenüber 267 Millionen ausstehenden Aktien, was einer BPS von 0,00011783 BTC entspricht.
Außerdem will das Unternehmen Finanzprodukte unterstützen, die auf Bitcoin basieren, wie Kreditmodelle, Kapitalmarktinstrumente und neue Innovationen, die herkömmliche Finanzprodukte ersetzen könnten. Eine Zusammenarbeit mit Strike, der Bitcoin-Börse, deren CEO ebenfalls Jack Mallers ist, scheint daher nicht ausgeschlossen.
Strategy-Kopie oder doch innovativ?
Auf den ersten Blick scheint Twenty One einfach die Vorgehensweise von Michael Saylor zu kopieren. Dennoch weist eine interne Präsentation, „Project Mystery Investor Presentation“, auf eine bewusste Unterscheidung zwischen beiden Unternehmen hin.
Twenty One behauptet nämlich, operieren kapitaleffizient zu sein. Während Strategy mit einer Marktkapitalisierung von 92 Milliarden Dollar zu groß geworden wäre, um noch eine hohe Bitcoin-Rendite zu erzielen, hätte Twenty One diesen Vorteil noch.
MSTR, MARA, CEP: Die Stärke der Bitcoin-Strategie
Investoren scheinen Vertrauen zu haben: Nach der Ankündigung stieg der Aktienkurs von Twenty One (derzeit noch CEP, später mit dem Tickersymbol XXI) um über 50 Prozent.
Doch muss Twenty One noch ordentlich Leistung bringen, um Strategy zu erreichen. Seit Strategy im August 2020 seine Bitcoin-Strategie startete, stieg der Kurs von MSTR um beeindruckende 2.300 Prozent, ein Wachstum, das selbst Bitcoin nicht mitgehalten hat.
Andere Firmen wie Metaplanet, Bitcoin-Mining-Unternehmen und sogar GameStop haben die Bitcoin-Strategie mittlerweile kopiert, mit unterschiedlichem Erfolg.
Strategy vs Twenty One: „Letztendlich gewinnen die Bitcoiner“
Michael Saylor, ein begeisterter Bitcoin-Maximalist, begrüßte die Ankunft von Twenty One. Mit Strategy setzte er den Ton und beriet unter anderem Microsoft und sogar die US-Regierung bei Bitcoin-Ankäufen.
Strategy genießt den First-Mover-Vorteil: Als Pionier der Bitcoin-Unternehmensstrategie genießt es eine Marktdominanz, die der von Bitcoin gegenüber seinen Altcoin-Abspaltungen wie Bitcoin Cash und Bitcoin Gold ähnelt.
Twenty One muss sich noch bewähren, verfügt aber mit Unterstützung von Schwergewichten wie Tether und Cantor Fitzgerald über eine solide finanzielle Basis. Letzterer hat sogar Verbindungen zur US-Regierung.
Finanzanalyst Peter Duan View post on X: "Am Ende gewinnen Bitcoiner sowieso."
Instappen bei Twenty One (XXI)?
Angesicht der Erfolgsgeschichte von Strategy wirkt eine Investition in Twenty One verlockend. Der Kursanstieg von 50 Prozent nach der Bekanntgabe spricht Bände.
Doch steckt ein Risiko dahinter: Sowohl Strategy als auch Twenty One hängen von Unternehmen ab – ein großer Unterschied zu Bitcoin selbst, das keine zentrale Autorität kennt.
Obwohl niemand erwartet, dass Jack Mallers oder Michael Saylor ihre Treue zu Bitcoin aufgeben, bietet auch hier die Zukunft keine Garantien.
Viele Hardcore-Bitcoiner entscheiden sich deshalb, sich auf BTC-only zu beschränken, ohne Bitcoin-Aktien.