Zcash setzt Januar als Ziel für quantensichere Zahlungen
Zcash will im Januar Post-Quantum-Signaturen für transparente Zahlungen einführen, in denen laut ZecStats der größte Teil der ZEC liegt. Der Schritt passt zu einem breiteren Wettlauf, Wallets und Netzwerke vor Quantengefahren zu schützen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Zcash will im Januar Post-Quantum-Signature-OpCodes für quantensichere Zahlungen im Netzwerk einführen.
- Das Upgrade richtet sich vor allem auf transparente Zahlungen, in denen rund 11,96 Millionen der 16,98 Millionen ZEC liegen.
- Die Pläne passen in einen breiteren Krypto-Wettlauf, Wallets und Netzwerke besser vor künftigen Quantengefahren zu schützen.
Zcash will im Januar Schutz hinzufügen, der gegen Quantencomputer bestehen soll, während die breitere Diskussion über Wallet-Sicherheit nach Warnungen vor KI-gestützten Angriffen weiter an Fahrt gewinnt. Die Pläne richten sich vor allem auf öffentliche Zahlungen innerhalb des Netzwerks, in denen der größte Teil der ZEC liegt.
Januar als Ziel
Roman Akhtariev schrieb in einem Engineering-Beitrag für Zakura, dass das Team plant, im Januar Post-Quantum-Signature-OpCodes in Zcash einzuführen. Zakura ist eines der Programme, die das Zcash-Netzwerk betreiben und Transaktionen validieren.
Diese OpCodes sind Anweisungen, mit denen das Netzwerk hashbasierte Signaturen prüfen kann. Das ist eine Methode, um Zahlungen zu genehmigen, die gezielt so entwickelt wurde, dass sie Quantenangriffen besser standhält. Ein bestätigtes Datum für die Netzwerkaktivierung wurde allerdings noch nicht genannt.
Die Idee ist, dass Angreifer nicht mit den heutigen öffentlichen Schlüsseln zurückrechnen können, um die Freigabe eines Wallet-Besitzers zu fälschen und Coins abzuziehen. Das neue Modell nutzt Hashes, also digitale Fingerabdrücke auf Basis geheimer Daten, um nachzuweisen, dass jemand ausgeben darf.
Öffentliche Zahlungen im Fokus
Zcash hat zwei Arten von Zahlungen. Shielded Payments verbergen Absender, Empfänger und Betrag. Transparente Zahlungen funktionieren eher wie Bitcoin, wobei Adressen und Beträge auf der Blockchain sichtbar sind.
Laut einer Berechnung auf Basis von ZecStats-Daten befanden sich am Donnerstag rund 11,96 Millionen der 16,98 Millionen ausgegebenen ZEC im transparenten Pool. Das sind grob sieben von zehn Coins. Genau auf diesen öffentlichen Teil zielt der Januar-Plan ab.
Für die shielded Seite ist separate Arbeit nötig. Das Quantum-Recovery-Modell von Zcash warnt davor, dass ein Angreifer, der die Adresse eines Empfängers kennt, heute verschlüsselte Zahlungsdaten speichern und später möglicherweise versuchen kann, sie zu entschlüsseln, falls die Mathematik eines Tages weiter durchbrochen wird.
Warum das breiter relevant ist
Das Timing fällt mit einem breiteren Wettlauf im Kryptomarkt zusammen, Wallets und Netzwerke besser gegen künftige Quantengefahren zu wappnen. Ethereum hat zum Beispiel ein Ziel für Dezember 2029 für quantenresistente Kryptografie gesetzt. Das macht deutlich, dass es sich nicht um eine isolierte Zcash-Geschichte handelt, sondern um eine branchenweite Sicherheitsfrage.
Auch Europol hat bereits gewarnt, dass vor allem Wallets und nicht die Blockchains selbst zum Ziel von Quantenangriffen werden könnten. Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass solche Upgrades zeigen, wie schnell Sicherheit zu einem Kernthema wird, neben Preis und Adoption. In der Diskussion geht es dabei nicht nur um neue Funktionen, sondern auch um die Frage, welche Teile eines Netzwerks heute schon am anfälligsten sind.