15 Institutionen hielten Bitcoin trotz 50-%-Rückgang
Bitwise sprach mit Pensions-, Staats- und Universitätsfonds, die ihre Bitcoin-Positionen hielten oder ausbauten. Viele Marktteilnehmer sehen BTC weiterhin als langfristigen Store of Value, auch über Spot-Bitcoin-ETFs.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitwise sprach mit 15 großen Institutionen, die ihre Krypto-Positionen während eines Rückgangs von rund 50 % zwischen Oktober 2025 und April 2026 nicht abgebaut haben.
- Mehrere Parteien kauften sogar zusätzlich Bitcoin, während kein einziger Befragter Verkäufe wegen der niedrigeren Kurse erwähnte.
- Institutionen sehen Bitcoin oft als langfristigen Store of Value, meist neben Gold, und nutzen oder erwägen zunehmend Spot-Bitcoin-ETFs.
Bitwise sprach mit 15 großen Institutionen, die ihre Krypto-Positionen nicht abbauten, als der Markt zwischen Oktober 2025 und April 2026 um etwa 50 % fiel. Mehrere Parteien kauften sogar zusätzlich Bitcoin. Laut dem Fonds zeigt das, dass einige professionelle Anleger die Münze weiterhin vor allem als langfristige Position sehen, selbst nach einem deutlichen Rückgang.
Institutionen blieben investiert
Die befragte Gruppe bestand aus Universitätsfonds, Pensionsfonds, Staatsfonds, Family Offices und börsennotierten Unternehmen. Bitwise nennt keine Namen, sagt aber, dass die verwalteten Vermögen von Hunderten Millionen bis zu Dutzenden Milliarden Dollar reichten. Alle Parteien, die Krypto hielten, behielten Bitcoin.
Keiner der Befragten nannte fallende Kurse als Grund zu verkaufen. Stattdessen sagten sie, dass sie nur aussteigen würden, wenn die zugrunde liegende These für Krypto bricht, etwa durch eine starke Kehrtwende in der Regulierung oder einen Schock für die gesamte Branche. Ein Teil hatte bereits zuvor einen Rückgang von 50 % durchgestanden, unter anderem im Jahr 2022.
Bitcoin als Kernposition
Laut Bitwise sehen viele Institutionen Bitcoin als eine Form von Store of Value, oft neben Gold. Ethereum und Solana wurden selektiver gehalten, eher als technologische Wette, die nur bestehen bleibt, wenn sich innerhalb weniger Jahre tatsächlich Nutzung entwickelt. Die Positionen blieben klein, meist zwischen 1 % und 2 % des investierbaren Vermögens, mit einer Spanne von 0,5 % bis 13 %.
Fast alle Befragten nutzen oder erwägen Spot-Bitcoin-ETFs. Diese Fonds halten die Münze direkt und werden an der Börse wie eine Aktie gehandelt. Das macht den Einstieg für traditionelle Anleger einfacher, zumal Bitcoin in Portfolios immer häufiger neben Aktien und anderen Anlageinstrumenten auftaucht. Auch die Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs zeigen, dass institutionelle Nachfrage nicht nur aus direkten Käufen kommt, sondern auch über börsennotierte Fonds hereinkommen kann.
Bedeutung für Europa
Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin bei starken Kursrückgängen nicht automatisch verschwindet. Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Bitcoin nach wichtigen institutionellen Meilensteinen immer stärker mit großen Aktienindizes mitläuft. Das könnte darauf hindeuten, dass die Münze für einen Teil des Marktes weniger als isolierte Nischenposition und stärker als eingebettetes Finanzinstrument behandelt wird.