22-Jähriger gesteht Rolle bei Krypto-Diebstahl über 245 Millionen Dollar
Der Fall in Washington zeigt, wie Social Engineering und Wohnungseinbrüche gemeinsam eingesetzt wurden, um Krypto zu erbeuten. Nach Angaben der Behörden belief sich der Schaden auf mehr als 245 Millionen Dollar.

Wichtigste Erkenntnisse
- Ein 22-jähriger Mann aus Singapur bekannte sich in Washington, D.C. schuldig, ein internationales cyberkriminelles Netzwerk geleitet zu haben.
- Die Gruppe stahl durch Social Engineering und Wohnungseinbrüche Kryptowährungen im Wert von mehr als 245 Millionen Dollar.
- Der Fall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch Krypto-Betrug, bei dem auch KI Betrug effektiver macht.
Ein 22-jähriger Mann aus Singapur hat in Washington, D.C. die Schuld daran eingeräumt, ein internationales cyberkriminelles Netzwerk geleitet zu haben, das den Opfern einen Schaden von mehr als $245 Millionen (€211 Millionen) zufügte. Nach Angaben der US-amerikanischen Behörden nutzte die Gruppe Social Engineering und Wohnungseinbrüche, um Krypto zu stehlen und anschließend zu verschieben.
Vorgehensweise der Gruppe
Malone Lam, der zuletzt in Miami lebte, wurde von den Anklägern als Anführer einer Bande von Betrügern dargestellt, die Opfer mit Täuschung ansprach und ihnen anschließend ihre Krypto stahl. US-Staatsanwältin Jeanine Pirro sagte, Lam habe ein internationales Netzwerk gesteuert, das in die Privatsphäre der Opfer eindrang und Kryptowährungen im Wert von Hunderten Millionen Dollar stahl.
Die Behörden geben an, dass Lam und seine Mitangeklagten über mehrere US-Bundesstaaten und das Ausland verteilt waren. Er soll die Angriffe über Online-Gaming-Plattformen koordiniert haben, wo er seine Komplizen kennenlernte. Die Gruppe wurde im September 2024 festgenommen, als Lam 20 war, zusammen mit Jeandiel Serrano aus Los Angeles.
Zunehmende Bedrohung
Der Fall passt in eine breitere Welle von Krypto-Betrug. Social Engineering war 2025 die größte Bedrohung für Krypto-Nutzer, wie aus einem Bericht der Krypto-Trading-Plattform Whitebite hervorgeht. Darin hieß es, dass fast 41% aller Krypto-Sicherheitsvorfälle im vergangenen Jahr auf Betrüger zurückgingen, die Assets über gefälschte Anlageangebote oder durch das Nachahmen anderer erlangten.
Auch KI macht solche Betrugsmaschen effektiver. Chainalysis meldete bereits Anfang dieses Jahres, dass diese Formen der Kriminalität im Jahr 2025 zusammen für mehr als $17 Milliarden (€14,6 Milliarden) an Verlusten verantwortlich waren. Ein weiterer auffälliger Punkt ist, dass KI-gestützte Scams laut einer Studie im Jahr 2025 deutlich mehr einbrachten als klassisches Social Engineering, was den Druck auf Krypto-Halter weiter erhöht.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Leser zeigt dieser Fall, wie professionell solche Netzwerke inzwischen arbeiten. Es geht nicht nur um Online-Phishing, sondern auch um physische Einbrüche und koordinierte Geldwäsche-Routen. Das macht Sicherheit rund um Krypto-Wallets, Accounts und persönliche Daten immer wichtiger, vor allem weil Betrüger KI häufiger einsetzen, um überzeugender vorzugehen.