5 Milliarden Dollar durch DeFi-Hacks gestohlen
Im Jahr 2022 wurden etwa 5 Milliarden Dollar aus den DeFi-Protokollen gestohlen.

Es wurden im Jahr 2022 etwa 5 Milliarden Dollar aus den DeFi-Protokollen gestohlen. 2022 war besonders lukrativ für Kryptohacker.
Der Terra-Crash im Mai, das FTX-Insolvenz im November – 2022 ging für Anleger mehr bergab als bergauf. Das Ergebnis bis heute: Milliarden verbrannt, unzählige Unternehmen in Konkurs, bleibender Imageschaden. Hacker hingegen reiben sich die Hände. Die Cyberkriminalität im Kryptosektor ist in diesem Jahr weiter gestiegen. Die DeFi-Branche ist besonders verwundbar. Das jüngste Beispiel: Ankr.
Die Geschichte wiederholt sich
Es ist immer dasselbe alte Lied: Fehler im Smart Contract, was zum Verlust von Millionen an Krypto-Assets führt. Derzeit ist das DeFi-Protokoll Ankr getroffen, wo offenbar ein "Coinbug" Hacker eingeladen hat, Coins in beliebiger Menge zu drucken. Mehr als fünf Millionen Dollar sollen von 21 Hackern aus dem Protokoll geholt worden sein, meldet das Sicherheitsunternehmen Peckshield.
Leider keine Seltenheit auf dem DeFi-Markt, wo im Jahr 2022 "für $2,7 Milliarden an Kryptowährungen durch Hacks von Smart Contracts oder Protokollinfrastruktur verloren gingen", View post on X. Eine Steigerung von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nordkorea hinter größtem DeFi-Hack
Mit einem Verlust von mehr als 625 Millionen Dollar ging der Angriff auf Axie Infinities Ronin Bridge im März als bislang größter DeFi-Hack in die Geschichtsbücher ein. Angreifer übernahmen die Kontrolle von Validierern, wodurch Auszahlungen großer Mengen von Krypto-Assets autorisiert werden konnten. Ein Zug des nordkoreanischen Hackers-Kollektivs Lazarus.
DeFi-Hacks überschreiten die 5-Milliarden-Grenze
Laut Defillama beträgt der Gesamtwert der gehackten DeFi-Logs rund 5 Milliarden Dollar. Bridges, die den Token-Austausch zwischen Blockchains ermöglichen, sind die größte Achillesferse. Bridges machen rund die Hälfte – 2,5 Milliarden US-Dollar – der gestohlenen Krypto-Assets im DeFi-Sektor aus.
Ein Dilemma, wie der Sicherheitsdienstleister Quantstamp schreibt: "Obwohl Bridges zahlreiche Risiken und Schwachstellen haben, wird der Bedarf, Vermögenswerte von einer Blockchain zur anderen zu übertragen, nicht verschwinden." Im Gegenteil: Bridges bekommen eine immer wichtigere Funktion im Kryptosektor. Was auch die Gefahr von Exploits erhöht. "Je mehr Werte über Cross-Chain-Bridges fließen, desto attraktiver werden sie für Hacker", sagt das Analyseunternehmen Chainalysis. Angesichts der zunehmenden Netzwerkbildung im DeFi-Sektor (mit dem Schlüsselwort Interoperabilität) werden Hacker sich nächstes Jahr voraussichtlich weiter die Hände reiben.