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Aave DAO stimmt über seine eigene Stablecoin ab

Die Lending-Plattform startet ein Stablecoin-Projekt und sieht großes Potenzial für dezentrale Zahlungen.

Aave DAO stimmt über seine eigene Stablecoin ab

Die Lending-Plattform startet ein Stablecoin-Projekt und sieht großes Potenzial für dezentrale Zahlungen.

Am 31. Juli stimmten 99 Prozent der Aave-Gemeinschaft für die Einführung der eigenen Stablecoin GHO. Dies soll nun sicherstellen, dass die Lending-Plattform in Kürze ihre dezentralisierte Stablecoin launcht, auch wenn der Kryptosektor durch den Terra-Ökosystem-Zusammenbruch stark unter Druck geraten war. Nach dem Zusammenbruch gewannen zentralisierte Stablecoins wie USD Coin (USDC) und Binance USD (BUSD) Marktanteile.

In dem DeFi-Podcast "Bankless", erläutert Aave-Gründer Stani Kulechov die wichtigsten Merkmale und wird die Stablecoin als die "erste über-kollateralierte Stablecoin, bei der du gleichzeitig Rendite auf dein Pfand erzielst" beschrieben.

Das bedeutet, dass GHO dezentral von den Nutzern verwaltet wird und es eine Überkollateralierung geben wird, um ein Terra (LUNA)-Szenario zu vermeiden.

Laut Kulechov wird die Stablecoin von der Aave-Gemeinschaft kontrolliert und auch von verschiedenen Kryptowährungen im Protokoll unterstützt. Durch Mining von GHO erzeugte, dezentral verteilte Zinsen gehen nicht an Liquiditätsanbieter, sondern direkt in die Schatzkammer der Aave-DAO.

Wie die Stablecoin im Detail funktionieren soll, steht in der Erklärung zur Motion im Aave-Forum. In der kommenden Woche werden weitere Anträge erwartet, über die Zugangparameter abzustimmen, wie der Kopf des View post on X auf Twitter angekündigt hat.

Die nächsten Schritte

In der Zwischenzeit planen die Entwickler des Tokens, Kontakt zu einer IT-Sicherheitsfirma aufzunehmen, um den Smart-Contract-Code zu überprüfen. Da Aave neben Ethereum auch andere Blockchains unterstützt, ist denkbar, dass GHO in der Zukunft auch auf anderen Smart-Contract-Plattformen erscheinen wird.

GHO muss insbesondere in Layer-2-Skalierbarkeitsplattformen wie Polygon, Optimism oder Arbitrum integriert werden, um weltweiten Zahlungsverkehr zu ermöglichen.

Kulechov sieht dafür Potenzial in aufstrebenden Märkten, die von Inflation getroffen sind, wo die heimische Währung durch Zahlungen mit Stablecoins umgangen werden kann. Dies geschieht jedoch noch überwiegend über Konten bei zentralisierten Kryptobörsen.

In DeFi gibt es Interesse an GHO. Frax Protocol-Gründer Sam Keizman schlug vor, GHO in die dezentralisierte Stablecoin-Börse Curve Finance zu integrieren. Dies würde Liquidität zum Start schaffen und eine schnelle Anwendung im größeren DeFi-Ökosystem ermöglichen.

Wie stark Anleger und DeFi-Nutzer GHO akzeptieren, wird voraussichtlich spannend bleiben, da dezentrale Stablecoins derzeit kritisch betrachtet werden. Mit 6,7 Milliarden Dollar zugesagtem Kapital ist Aave das drittgrößte DeFi-Platform. Es mangelt also nicht an Reichweite.


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