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Aave verzeichnet stärkstes Wallet-Wachstum seit 2021

Santiment zählte auf Ethereum 1.806 neue Wallets innerhalb von 24 Stunden, der höchste Stand seit 2021. Das Wachstum fällt mit Aaves V4-Plänen und neuem DeFi-Interesse zusammen.

Aave verzeichnet stärkstes Wallet-Wachstum seit 2021

Wichtigste Erkenntnisse

  • Aave verzeichnete am 30. Juni auf Ethereum 1.806 neue Wallets, das höchste Tagesplus seit Oktober 2021.
  • Der AAVE-Token fiel innerhalb von 24 Stunden um 2,4 % auf rund $86,2, lag aber über die vergangene Woche noch etwa 9 % im Plus.
  • Das Interesse hängt mit dem geplanten V4-Upgrade und laufenden DAO-Diskussionen über Kreditlimits und Protokolleinnahmen zusammen.

Aave hat am 30. Juni den stärksten Zuwachs neuer Wallets seit fast fünf Jahren registriert. Das spricht dafür, dass das Interesse am Protokoll und am AAVE-Token wieder anzieht, obwohl der breitere Krypto-Markt zuletzt unter Druck stand. Laut Santiment wurden innerhalb von 24 Stunden 1.806 neue Wallets auf der Ethereum-Blockchain gezählt. Das ist der höchste Tageswert seit Oktober 2021.

Neue Wallets ziehen Aufmerksamkeit auf sich

Der Anstieg bei den neuen Adressen ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil er auf frische Teilnehmer im Netzwerk hindeutet und nicht nur auf Aktivität bestehender Nutzer. Aave zählt zu den größten dezentralen Lending-Protokollen nach gebundenem Wert und verwaltet derzeit rund $12,2 Milliarden (€10,7 Milliarden) an Einlagen.

Auch der AAVE-Token reagierte auf das gestiegene Interesse. Am Dienstag wurde er bei rund $86,2 (€76) gehandelt. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 % binnen 24 Stunden, liegt auf Wochensicht aber weiterhin bei etwa 9 % im Plus. Damit gehörte AAVE zu den wenigen großen Krypto-Assets, die sich in einem insgesamt schwachen Markt behaupten konnten.

V4 und Governance spielen mit hinein

Dass das Interesse zunimmt, kommt nicht völlig überraschend. Aave arbeitet an der Ethereum-Version seines V4-Upgrades, also an einer grundlegenden Überarbeitung der Kreditvergabe im Protokoll. Parallel dazu diskutiert die Aave DAO über Kreditlimits und darüber, wie Protokolleinnahmen über Smart Value Recapture wieder in das System zurückgeführt werden können.

Hinzu kommt die Entwicklung des Projekts selbst. Aave startete 2017 unter dem Namen ETHLend und stellte 2018 auf ein Liquidity-Pool-Modell um. AAVE dient dabei als Utility- und Governance-Token, mit dem über Protokollentscheidungen abgestimmt wird. Gerade deshalb ist das Wachstum neuer Wallets relevant: Es kann nicht nur auf Spekulation hindeuten, sondern auch auf mehr Nutzung und stärkere Beteiligung an der Governance.

Warum das für DeFi wichtig ist

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass DeFi wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, auch wenn der Gesamtmarkt schwach bleibt. Aave gehört zudem zu den bekanntesten Namen der Branche, nicht zuletzt wegen Innovationen wie Flash Loans und dem Ausbau auf mehrere Blockchains, darunter Polygon, Avalanche, Arbitrum und Optimism. Sollte diese Aktivität anhalten, könnte das darauf hindeuten, dass Nutzer nicht nur zum Token zurückkehren, sondern auch wieder stärker das zugrunde liegende Lending-Produkt nutzen.

Das jüngste Interesse passt außerdem zu der breiteren Debatte über Aaves Bewertung und Wachstumsperspektiven, wie Grayscale das in einer früheren Analyse mit Blick auf die Einnahmen und die institutionelle Adoption des Protokolls beschrieben hat.


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