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KI-Agenten-Economy rückt Blockchain und Stablecoins ins Rampenlicht

Moon Pursuit Capital sieht vor allem Chancen in der Infrastruktur darunter: Blockchain, Stablecoins, Wallets und Smart Contracts für autonome KI-Agenten.

KI-Agenten-Economy rückt Blockchain und Stablecoins ins Rampenlicht

Wichtigste Erkenntnisse

  • Moon Pursuit Capital sagt, dass autonome KI-Agenten künftig Blockchain und digitale Assets brauchen werden, um Werte zu bewegen, zu bezahlen und abzurechnen.
  • Ahuja sieht Blockchain, Krypto-Wallets, Smart Contracts und Stablecoins als geeignete Infrastruktur für kleine grenzüberschreitende Zahlungen durch KI-Agenten.
  • Laut der Analyse werden Identität, Provenienz, Tokenisierung, Compliance, Custody und Settlement immer wichtiger für die Verbindung zwischen KI und Krypto.

Die nächste große Frage rund um KI dreht sich laut Moon Pursuit Capital nicht darum, welches Modell gewinnt, sondern darum, welche finanzielle Infrastruktur autonome KI-Agenten künftig brauchen. In einer neuen Analyse erklärt Fondsmanager Utkarsh Ahuja, dass Blockchain und digitale Assets dabei eine logische Rolle spielen könnten, weil Software dann nicht nur Daten verarbeitet, sondern auch Werte bewegen, bezahlen und abrechnen muss.

Blockchain als Zahlungsinfrastruktur

Ahuja skizziert eine Welt, in der KI-Agenten nicht nur Texte erstellen oder Daten analysieren, sondern auch Rechenleistung einkaufen, Daten bezahlen, Transaktionen ausführen und finanzielle Entscheidungen innerhalb von von Menschen gesetzten Grenzen treffen. Seiner Ansicht nach ist die traditionelle Zahlungsinfrastruktur vor allem für Menschen und Institutionen gebaut und nicht für Millionen autonomer Software-Agenten, die ständig kleine Zahlungen über Grenzen hinweg ausführen.

Deshalb sieht er Blockchain als geeignete Grundlage. Ein KI-Agent kann über eine Krypto-Wallet arbeiten, Smart Contracts ausführen und einen Stablecoin überweisen, ohne denselben Umfang an manuellen Schritten wie im klassischen Finanzsystem. Stablecoins sind dabei seiner Einschätzung nach besonders wichtig, weil sie die Programmierbarkeit der Blockchain mit einer vertrauten Rechnungseinheit verbinden.

Auch große Akteure sehen diese Richtung bereits entstehen: Machine-native Money dürfte laut BlackRock für autonome Zahlungen zwischen KI-Systemen nötig sein.

Identität und Tokenisierung

Die Analyse geht über Zahlungen hinaus. Ahuja nennt Identität und Herkunft als große Themen, weil Märkte künftig feststellen müssen, wer oder was hinter einer Transaktion steht und wofür ein Agent genau befugt ist. Auch Provenienz wird wichtiger, wenn KI-Systeme Daten nutzen, geistiges Eigentum schaffen oder Transaktionen ausführen.

Außerdem verweist er auf Tokenisierung als Entwicklung, die bereits zeigt, wie traditionelle Assets auf Blockchain-Rails kommen können. In diesem Zusammenhang erwähnt er auch, dass KI immer mehr finanzielle Entscheidungen automatisiert. Laut Ahuja werden diese beiden Trends derzeit noch oft getrennt betrachtet, doch ihre Zusammenführung könnte wichtig dafür werden, wie Werte künftig zwischen traditionellen und digitalen Märkten bewegt werden.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem relevant, weil sich die Diskussion von einzelnen KI-Narrativen hin zu konkreter Infrastruktur verschiebt. Wenn KI-Agenten tatsächlich eigenständig Werte bewegen, rücken Themen wie Compliance, Custody, Zahlungen und Settlement näher zusammen. Das passt zu jüngsten Schritten von Akteuren wie B.AI, BNB Chain und tZERO, die bereits Produkte rund um Zahlungen, Wallets und agentenähnliche Anwendungen gestartet haben.

Ahuja warnt allerdings davor, dass nicht jedes Projekt mit KI und Krypto automatisch mehr wert ist. Seiner Ansicht nach sollten Anleger vielmehr auf Infrastruktur achten, die ein echtes Problem löst, etwa Payments, Settlement, Identität, Cybersicherheit und Custody. Der Kern seiner Argumentation ist, dass die größten Chancen möglicherweise nicht nur bei KI-Apps liegen, sondern auch bei den Rails darunter.


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