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Baillie Gifford startet tokenisierten Anleihefonds auf Ethereum und Solana mit BNY Mellon

Baillie Gifford bringt mit BNY Mellon einen tokenisierten Anleihefonds on-chain auf Ethereum und Solana. Die Struktur und die Zielgruppe zeigen, wie regulierte Fonds Blockchain immer stärker annehmen.

Baillie Gifford startet tokenisierten Anleihefonds auf Ethereum und Solana mit BNY Mellon

Wichtigste Erkenntnisse

  • Baillie Gifford hat zusammen mit BNY Mellon den tokenisierten Anleihefonds BAGEY auf Ethereum und Solana gestartet.
  • Der Fonds investiert aktiv in kurzlaufende, öffentliche Unternehmensanleihen und ist als britische OEIC aufgesetzt.
  • BNY Mellon liefert die Tokenisierungs- und Wallet-Infrastruktur, während NatWest Trustee and Depositary Services als Verwahrstelle auftritt.

Baillie Gifford, ein renommiertes Investmenthaus aus Edinburgh mit einer 118-jährigen Geschichte, hat zusammen mit BNY Mellon einen neuen tokenisierten Anleihefonds gestartet. Der Baillie Gifford Enhanced Yield Fund (BAGEY) bietet Anlegern Zugang zu einem aktiv gemanagten Portfolio aus kurzlaufenden, öffentlichen Unternehmensanleihen und nutzt die Ethereum- und Solana-Blockchains.

Innovation bei Anleiheinvestments über Blockchain

Der Fonds ist als Open-Ended Investment Company (OEIC) unter Regulierung im Vereinigten Königreich strukturiert, wobei Kapital mehrerer Anleger auf Aktien und Anleihen verteilt wird. Mit einer aktuellen Rendite von rund 7% richtet sich der Fonds an Anleger im Vereinigten Königreich, in der Schweiz und auf den Kaimaninseln, im Rahmen der geltenden Gesetze und Vorschriften.

Theo Golden, Leiter für digitale Assets und Tokenisierung bei Baillie Gifford, betont, dass dieser Fonds nicht einfach nur ein Token ist, der über einen traditionellen Fonds gelegt wird. Stattdessen handelt es sich um einen Fonds, der vollständig on-chain ausgegeben wird, wobei die Blockchain als Eigentumsregister dient. Dadurch haben Anleger direktes Eigentum und einen direkten Anspruch auf den Fonds.

Zusammenarbeit mit BNY Mellon und NatWest

BNY Mellon liefert die Tokenisierungs- und Wallet-Infrastruktur für den Fonds, während NatWest Trustee and Depositary Services als Verwahrstelle auftritt. Diese Zusammenarbeit unterstreicht, wie Blockchain-Technologie zunehmend in traditionelle Finanzstrukturen integriert wird.

Die Entwicklung knüpft an frühere Initiativen von Baillie Gifford an, das sich aktiv mit der Tokenisierung von Real-World Assets (RWAs) beschäftigt, um Liquidität und operative Effizienz zu erhöhen. Auch BNY Mellon gehört zu den Vorreitern beim Einsatz von Blockchain im traditionellen Finanzwesen, wie die jüngste Einführung von tokenisierten Einlagendiensten für institutionelle Kunden zeigt. Das passt zu einem breiteren Trend, bei dem große Finanzhäuser tokenisierte Assets nutzen, um traditionelle Märkte effizienter und zugänglicher zu machen.

Relevanz für europäische Anleger

Für europäische Anleger könnte dieser Schritt auf eine breitere Akzeptanz und Regulierung von tokenisierten Fonds im traditionellen Finanzsektor hindeuten. Der Einsatz öffentlicher Blockchains wie Ethereum und Solana für regulierte Fonds kann die Zugänglichkeit und Transparenz von Investments weiter erhöhen und damit möglicherweise neue Chancen an den europäischen Märkten eröffnen.


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