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Binance blockiert SignalPlus-API-Schlüssel nach Sicherheitsmeldung

Binance trennt vorsorglich die API-Anbindung an SignalPlus und bittet Trader, ihre Positionen zu prüfen. Der Schritt folgt auf breitere Sorgen rund um Exchange-Sicherheit und externe Handelsdienste.

Binance blockiert SignalPlus-API-Schlüssel nach Sicherheitsmeldung

Wichtigste Erkenntnisse

  • Binance hat alle mit SignalPlus verknüpften API-Schlüssel nach einer gemeldeten möglichen Sicherheitsfrage entfernt.
  • Die Exchange sagt, dass ihre Systeme nicht betroffen sind und Kundengelder sicher bleiben.
  • Nutzer sollten ihre Positionen und offenen Orders prüfen und den API-Zugriff erst nach Bestätigung durch SignalPlus erneut verbinden.

Binance hat alle API-Schlüssel entfernt, die mit SignalPlus verknüpft sind, nachdem der externe Handelsdienst ein mögliches Sicherheitsproblem gemeldet hatte. Die Krypto-Exchange teilte am Donnerstag über X mit, dass der Zugriff vorsorglich gesperrt wurde. Nutzer sollten ihre Positionen und offenen Orders deshalb direkt über Binance prüfen.

API-Zugriff unter Druck

SignalPlus ist eine Plattform für den Krypto-Optionshandel und bietet Nutzern Tools und Einblicke, um Konten über mehrere Exchanges hinweg zu verwalten. Solche Verknüpfungen sind für aktive Trader praktisch, erhöhen aber auch das Risiko, wenn eine Drittpartei von einem Sicherheitsproblem betroffen ist.

Binance betonte, dass die eigenen Systeme nicht betroffen sind und Kundengelder sicher bleiben. Das Unternehmen empfahl Nutzern außerdem, IP-Whitelisting zu aktivieren, damit API-Zugriff nur von freigegebenen Internetadressen möglich ist. Zudem rief Binance andere angebundene Plattformen dazu auf, ihre Sicherheitsprüfungen zu kontrollieren.

Breiteres Risiko für Trader

API-Schlüssel geben externen Apps Zugriff auf Exchange-Konten, ohne dass sich Nutzer jedes Mal neu anmelden müssen. Wenn so ein Schlüssel missbraucht wird, können Angreifer unautorisierte Trades ausführen, auch wenn Auszahlungen deaktiviert sind. Binance warnte deshalb davor, API-Schlüssel erst wieder zu verbinden, nachdem SignalPlus bestätigt hat, dass das Problem behoben ist.

Warum das relevant ist

Die Warnung kommt kurz nachdem Binance Anfang Oktober mit dem bislang größten Krypto-Hack zu tun hatte, bei dem laut dem Unternehmen Krypto im Wert von $6,3 Milliarden (€5,6 Milliarden) entwendet wurde. Auch Deribit meldete Anfang dieser Woche einen Hot-Wallet-Einbruch, was zeigt, wie schnell Sicherheitsprobleme bei einer Partei auf andere Verknüpfungen und Handelsabläufe übergreifen können. Für europäische Krypto-Trader unterstreicht das vor allem, wie wichtig es ist, externe Tools und Zugriffsrechte genau zu verwalten.

Zuvor hatte ein Hack bei einer Drittpartei ebenfalls zu einer vorübergehenden Störung von Handelsdiensten geführt, nachdem Nutzerkonten über einen externen Anbieter betroffen waren.


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