Polymarket pausiert den Handel nach Hack bei Drittanbieter
Polymarket sagt, dass ein externer Dienstleister betroffen war; die Guthaben der Nutzer auf der internationalen Plattform wurden wiederhergestellt und der Fall liegt bei den Behörden.

Wichtigste Erkenntnisse
- Polymarket hat den Handel gestoppt, nachdem ein Drittanbieter kompromittiert worden war und Nutzer meldeten, dass ihre Accounts ohne Zustimmung geleert wurden.
- Das Unternehmen sagt, dass das Problem behoben ist, Nutzer entschädigt werden und der Fall an die Behörden weitergeleitet wurde.
- Der Angriff betraf die internationale Umgebung und reiht sich in frühere Sicherheitsvorfälle rund um externe Dienstleister bei Polymarket ein.
Polymarket hat den Handel gestoppt, nachdem ein Drittanbieter kompromittiert worden war und Nutzer auf der internationalen Plattform meldeten, dass ihre Accounts ohne Zustimmung geleert wurden. Das Krypto-Unternehmen sagt, dass das Problem behoben ist und dass Nutzer entschädigt werden, während der Fall an die Behörden weitergeleitet wurde.
Was passiert ist
Die Meldung kam am Donnerstag heraus, nachdem Nutzer auf X geschrieben hatten, dass ihre Guthaben verschwunden seien. CoinDesk bestätigte anschließend, dass mehrere Accounts auf der internationalen Plattform geleert worden waren. Polymarket meldete auf seiner Statusseite, dass einer der externen Dienstleister kompromittiert worden sei und dass die Störung die internationale Umgebung betroffen habe.
Das Unternehmen nannte keine weiteren technischen Details zum Angriff. Polymarket betonte jedoch, dass es die Angelegenheit behoben habe und der Handel vorerst stillsteht. Für Nutzer ist vor allem relevant, dass es hier offenbar nicht um ein Problem in einer eigenen Wallet eines einzelnen Traders geht, sondern um eine Schwachstelle bei einer externen Partei, die Zugriff auf die Plattform hatte.
Bereits zuvor Warnungen
Der Angriff passt in ein breiteres Muster rund um Polymarket. Im Juni 2026 meldete die Plattform bereits einen großen Sicherheitsvorfall, bei dem ein Drittanbieter kompromittiert worden war, mit einem Schaden von rund 3 Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro) für Nutzer. Zuvor, im Dezember 2025, verwies Polymarket ebenfalls auf unautorisierten Zugriff über eine Schwachstelle bei einem externen Login-Anbieter.
Das macht deutlich, wie abhängig Krypto-Plattformen von externen Diensten für Login, Zugriff und Abwicklung sein können. Wenn so eine Stelle betroffen ist, kann das direkte Folgen für Nutzersalden und für das Vertrauen in die Plattform haben, auch wenn der Kern der eigenen Infrastruktur nicht selbst angegriffen wurde. Auch bei einem früheren Angriff auf Polymarket zeigte sich bereits, wie schnell ein kompromittierter Drittanbieter auf Nutzergelder durchschlagen kann.
Warum das für Krypto zählt
Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem eine Erinnerung daran, dass Sicherheit nicht nur von der Mainchain oder Smart Contracts abhängt, sondern auch von den Parteien darum herum. Bei Plattformen mit einem hybriden Aufbau, wie Prediction Markets, kann ein Problem bei einem Dienstleister schnell auf Nutzer durchschlagen. Das macht die Rolle externer Dienstleister zu einem wichtigen Teil des Risikobilds rund um Krypto-Plattformen.