Binance-CEO Changpeng Zhao zum BUSD-Verbot
Laut dem Wall Street Journal vom 13. Februar muss Paxos Global (Verwalter der Binance-Stablecoin BUSD) das Ausgeben von Token einstellen.

Laut dem Wall Street Journal vom 13. Februar muss Paxos Global (Verwalter der Binance-Stablecoin BUSD) das Ausgeben von Token einstellen. Die Anordnung der US-Behörden hatte direkte negative Auswirkungen auf die Kurse. Sowohl die New York Department of Financial Services (NYDFS) als auch die SEC haben Maßnahmen gegen Paxos Global ergriffen.
In der Folge fielen die Kurse der meisten Kryptowährungen, darunter Binance-Tokens wie BNB und BUSD. Die zuletzt genannte Stablecoin hat sich inzwischen von der Bindung an den US-Dollar gelöst und wird derzeit knapp unter der Schwelle von einem Dollar gehandelt. Als es Verwirrung über die Bindung der Stablecoin gab, sah sich Binance-CEO Changpeng Zhao (CZ) gezwungen, sich zu äußern. Er veröffentlichte einen Statusbeitrag auf Twitter.
CZ: "Mittel sind SAFU"
Zunächst versicherte CZ den Nutzern, dass die Kundengelder sicher sind trotz der Regulierungsmaßnahmen. Die BUSD-Stablecoin wird von Paxos Trust verwaltet und ausgegeben, einem regulierten Finanzdienstleister unter strengen Auflagen. Binance leiht der Stablecoin lediglich seinen Namen.
Obwohl die NYDFS die weitere Ausgabe der BUSD-Stablecoin verboten hat, behalten Paxos weiterhin die Befugnis, Tokens zu wechseln. Die hierfür erforderlichen Reserven sind "vollständig gedeckt" und von "zahlreichen Prüfungen durch verschiedene Wirtschaftsprüfer" zertifiziert, so Zhao.
Laut einer Pressemitteilung von Paxos wird die Ausgabe von BUSD nicht sofort gestoppt, sondern erst ab dem 21. Februar. Paxos hält außerdem seine Dollarreserven getrennt und ist daher vor einer möglichen Insolvenz des Unternehmens geschützt.
CZ gab jedoch zu, dass die Marktkapitalisierung der Stablecoin dadurch "allein sinken könnte". Obwohl Binance die Nutzung von BUSD weiterhin empfiehlt, erwartet er, dass Nutzer mittelfristig zu anderen Stablecoin-Alternativen wechseln. Paxos selbst erklärte, dass sie den Austausch von BUSD bis mindestens Februar 2024 garantieren können. Kunden können auch auf die andere Stablecoin des Unternehmens, USDP, umsteigen.
Rechtsstreit gegen Paxos?
Unterdessen hatte CZ auch keine Informationen zu einem möglichen Rechtsstreit gegen Paxos durch die SEC. Die Aufsichtsbehörde könnte den BUSD-Betreiber wegen Verstoßes gegen das Wertpapierrecht beschuldigen. Die Anschuldigung sei jedoch nicht gerechtfertigt, so Zhao. Da das Halten einer Stablecoin zu spekulativen Zwecken wenig Sinn ergibt, fände die SEC es schwierig, ihre früheren Kriterien anzuwenden. Dadurch wäre die Ausgabe von BUSD nach Zhao' Ansicht eigentlich keine Wertpapiertransaktion.
Sollte BUSD doch als Wertpapier eingestuft werden, sieht CZ "eingreifende Folgen" für die Entwicklung des Kryptosektors. Zukünftig ist man wachsam und beobachtet ähnliche Projekte in anderen Regionen, um Kunden vor "unötigem Schaden" zu schützen, so CZ.