Bitcoin steigt über 80.000 Dollar nach starkem ETF-Zufluss
US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zogen in der vergangenen Woche rund 1,9 Milliarden Dollar an, der stärkste Zufluss seit Oktober 2025. Anleger achten nun auf die PCE-Inflation und die Zinspolitik der Fed.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitcoin stieg erstmals seit dem 15. Mai über 80.000 Dollar und liegt damit rund 38 % über den Tiefstständen von Ende Juni und Anfang Juli.
- US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs zogen in der vergangenen Woche rund 1,9 Milliarden Dollar an, der stärkste Zufluss seit Oktober 2025.
- Anleger verfolgen in dieser Woche die US-PCE-Inflation, weil sie die Zins- und Dollarerwartungen beeinflussen könnte.
Bitcoin ist erstmals seit dem 15. Mai über 80.000 Dollar (68.600 Euro) gestiegen. Damit setzt die größte Krypto ihre Erholung nach der Verkaufswelle im Juni fort, als der Kurs kurz unter 58.000 Dollar (49.700 Euro) fiel.
Erholung gewinnt an Tempo
Der Kurs von Bitcoin liegt nun rund 38 % über den Tiefstständen von Ende Juni und Anfang Juli. Die Bewegung passt zu einer breiteren Erholung des Kryptomarkts, der in der vergangenen Woche deutlich mehr Käufer anzog.
Auch die Nachfrage traditioneller Anleger zog wieder an. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs nahmen in der vergangenen Woche rund 1,9 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) ein, der stärkste Zufluss seit Oktober 2025. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Nachfrage bei der jüngsten Erholung wieder eine größere Rolle spielt.
Treasury und Zinsen im Blick
Die breitere Krypto-Rally erhielt in der vergangenen Woche zusätzlichen Rückenwind durch sinkende US-Renditen. Das US-Finanzministerium verdoppelte den geplanten Rückkauf langfristiger Staatsanleihen bis Anfang November und finanziert das mit einer stärkeren Emission kurzfristiger Schulden.
Am Montag kam hinzu, dass das Finanzministerium angab, möglicherweise einen Teil der fast 1 Billion Dollar (0,9 Billionen Euro) im General Account für diesen Rückkauf zu verwenden. Das fiel mit dem letzten Schritt nach oben in Richtung 80.000 Dollar (68.600 Euro) zusammen.
Was Anleger jetzt beobachten
Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass Bitcoin erneut empfindlich auf Makrodaten und Zinserwartungen in den USA reagiert. In dieser Woche schaut der Markt unter anderem auf die PCE-Inflation, den bevorzugten Inflationsindikator der Federal Reserve.
Laut Thadeu Dos Santos von FX-Broker Infinox wird die Kern-PCE genau beobachtet, um zu sehen, ob der zugrunde liegende Preisdruck weiter nachlässt. Ein stärkerer Wert könnte die Zinsen und den Dollar stützen, während schwächere Inflation die Erwartung weiterer Straffung senken könnte.