Bitcoin-ETFs ziehen 731 Millionen Dollar an stärkstem Tag seit Januar
BlackRocks IBIT machte den größten Teil aus, während auch ARKB und Fidelity Zuflüsse sahen. Ob sich das fortsetzt, hängt unter anderem vom US-Arbeitsmarktbericht ab.

Wichtigste Erkenntnisse
- U.S. Spot-Bitcoin-ETFs zogen am Donnerstag rund 731 Millionen Dollar an, der stärkste Zuflusstag seit Januar.
- BlackRocks IBIT machte etwa 454 Millionen Dollar der Zuflüsse aus; nur VanEcks HODL und WisdomTrees BTCW verzeichneten Abflüsse.
- Die gesamten Netto-Assets der Bitcoin-ETFs beliefen sich auf 103,34 Milliarden Dollar und entsprachen damit etwas mehr als 6 % der Marktkapitalisierung von Bitcoin.
U.S. Spot-Bitcoin-ETFs zogen am Donnerstag rund 731 Millionen Dollar (629 Millionen Euro) an, der stärkste Tag seit Januar. Damit kam es zu einer deutlichen Kehrtwende nach den Abflüssen vom Dienstag, und erneut fiel auf, wie groß die Rolle von BlackRocks IBIT in diesem Markt ist.
IBIT zieht die meisten Zuflüsse an
BlackRocks IBIT war für rund 454 Millionen Dollar (391 Millionen Euro) der Zuflüsse verantwortlich. Ark und 21Shares' ARKB sammelte 138 Millionen Dollar (119 Millionen Euro) ein, während auch Fidelitys Fonds Geld anzog. Grayscales zwei Produkte legten zusammen 57 Millionen Dollar (49,1 Millionen Euro) zu. Nur VanEcks HODL und WisdomTrees BTCW verzeichneten Abflüsse, und zwar in Höhe von 20 Millionen Dollar (17,2 Millionen Euro) beziehungsweise 5 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro).
Der Tag war auch deshalb auffällig, weil jeder Fonds in der Gruppe zwischen 5,7 % und 5,9 % zulegte. Die gesamten Netto-Assets beliefen sich auf 103,34 Milliarden Dollar (89 Milliarden Euro) und machten damit erstmals etwas mehr als 6 % der Marktkapitalisierung von Bitcoin aus. Seit dem Start im Januar 2024 sind insgesamt 55,44 Milliarden Dollar (47,7 Milliarden Euro) an Nettozuflüssen hinzugekommen.
Mehr als nur ein einzelner Handelstag
Die starken Zuflüsse passen zu einem breiteren Trend, in dem institutionelle Akteure Bitcoin-ETFs zunehmend als Zugang zum Markt nutzen. Im ersten Quartal 2026 gab es bereits einen Rekordzufluss von 18,7 Milliarden Dollar (16,1 Milliarden Euro), wobei IBIT fast die Hälfte dieses Gesamtvolumens anzog. Auch Pensionsfonds und Staatsfonds haben ihre Positionen in diesen Produkten deutlich ausgebaut.
Für europäische Kryptofolger ist das relevant, weil der US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETF-Markt inzwischen ein fester Faktor für die Nachfrage nach Bitcoin geworden ist. Wenn die Zuflüsse mehrere Tage anhalten, könnte das darauf hindeuten, dass große Anleger wieder aktiver werden, auch wenn ein einzelner Handelstag für sich genommen noch wenig über den weiteren Verlauf aussagt.
Die Bewegung folgt auf frühere Schwankungen in denselben Fonds. So zeigte BlackRock IBIT zieht größten Teil der Bitcoin-ETF-Abflüsse an bereits zuvor, wie stark sich die Geldströme in diesem Segment drehen können.
Freitag wird der nächste Test
Der Fokus richtet sich nun auf Freitag. Ein zweiter Tag in Folge über 500 Millionen Dollar (430 Millionen Euro) würde die erste klare Phase anhaltender institutioneller Nachfrage seit dem Sommer markieren. Gleichzeitig könnte der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag Einfluss auf den Dollar, die Zinserwartungen und damit auch auf das Interesse an Bitcoin haben.