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Bitcoin liefert Golden Cross, doch der Bärenmarkt bleibt unsicher

Der Tageschart zeigt eine technische Erholung, doch auf dem Wochenchart liegt Bitcoin noch unter dem 50-Wochen-Durchschnitt. Hawkish Fed-Signale und starke Arbeitsmarktdaten halten das Risiko weiterer Belastungen aufrecht.

Bitcoin liefert Golden Cross, doch der Bärenmarkt bleibt unsicher

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin erhielt auf dem Tageschart ein Golden Cross, doch Analysten sehen darin noch keinen Beleg dafür, dass der Bärenmarkt vorbei ist.
  • Hawkish Signale der Federal Reserve und starke Arbeitsmarktdaten setzten risikoreiche Assets im September unter Druck.
  • Bitcoin liegt über dem 200-Wochen-Durchschnitt, aber noch unter dem 50-Wochen-Durchschnitt, was laut BloFin mehr Bestätigung erfordert.

Bitcoin erhielt auf dem Tageschart ein Golden Cross, ein technisches Signal, das oft als positiv gilt, doch Analysten warnen, dass dies noch keine harte Bestätigung dafür ist, dass der Bärenmarkt vorbei ist. Der Kurs war im September erneut von Schwankungen geprägt, während hawkish Signale der Federal Reserve und starke Arbeitsmarktdaten risikoreiche Assets unter Druck setzten.

Signal auf dem Chart

Ein Golden Cross entsteht, wenn ein kürzerer gleitender Durchschnitt über einen längeren Durchschnitt steigt. Trader sehen darin oft ein Zeichen dafür, dass sich das Momentum verbessert. Für Bitcoin ist dies das erste Mal seit November 2025, dass ein solcher Crossover auftaucht, nach dem damaligen Death Cross.

BloFin weist darauf hin, dass frühere Golden Crosses nicht immer zum gleichen Ergebnis führten. Seit 2012 gab es zwölf solcher Signale, aber nur drei führten zu einer nachhaltigen Rally, die ein Jahr oder länger anhielt. Das jüngste Golden Cross im Mai 2025 ging zwar einer starken Aufwärtsbewegung voraus, wobei Bitcoin innerhalb eines Jahres mehr als 60% zulegte.

Wochenchart verlangt mehr Belege

Laut BloFin liegt der wichtigere Test auf dem Wochenchart. Der Desk schaut vor allem auf den 200-Wochen-Moving-Average als Zone, in der sich langfristige Böden oft bilden, während der 50-Wochen-Moving-Average als Bestätigung eines neuen Trends stärker gewichtet wird. Bitcoin liegt derzeit über dem 200-Wochen-Durchschnitt, aber noch unter dem 50-Wochen-Durchschnitt.

Dieser Unterschied ist wichtig. In früheren Zyklen blieb Bitcoin oft über dem 200-Wochen-Durchschnitt, während tiefe Rückgänge gerade um dieses Niveau herum entstanden. 2022 wich der Markt davon ab, auch weil große Deleveraging-Events nachwirkten und der Zusammenbruch von FTX zusätzlichen Druck erzeugte. Bitcoin erholte sich später und holte das Niveau wieder zurück.

Auch der Vergleich mit anderen Märkten zeigt, dass dies kein automatisch bullishes Signal ist. BloFin merkt an, dass der 200-Wochen-Moving-Average des S&P 500 in schwächeren Phasen eher abflachte oder fiel, während Gold nach dem Hoch von 2011 ein ähnliches Muster zeigte.

Warum das für Anleger zählt

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem relevant, dass ein Golden Cross auf dem Tageschart oft schnell Optimismus auslöst, während der Wochenchart noch keine Bestätigung liefert. Das macht das Signal als Marktstimmung brauchbar, aber noch nicht als schlüssigen Beleg für eine strukturelle Trendwende. Wer Bitcoin verfolgt, schaut deshalb nicht nur auf den kurzfristigen Verlauf, sondern auch darauf, ob der Kurs den 50-Wochen-Durchschnitt zurückerobern und halten kann.


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