Bitget unter Beschuss nach Berichten über Hack und Transfers über 176 Millionen Dollar
On-Chain-Daten zeigen schnelle Bewegungen aus Bitget-Wallets, während Nutzer Probleme bei Auszahlungen melden. Die Börse hat einen möglichen Hack bislang nicht bestätigt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Bitget geriet in die Kritik, nachdem Nutzer Probleme bei Auszahlungen meldeten und On-Chain-Daten etwa 176 Millionen Dollar an Transfers aus verknüpften Wallets zeigten.
- Laut Arkham fanden die großen Transaktionen innerhalb von rund 20 Minuten über mehrere Hot Wallets und mindestens eine Cold Wallet statt.
- Bitget hat sich bislang nicht offiziell geäußert, sodass unklar bleibt, ob es sich um einen Hack oder um internes Wallet-Management handelt.
Bitget steht unter Beschuss, nachdem Nutzer Probleme bei Auszahlungen meldeten und On-Chain-Daten zeigten, dass sich rund 176 Millionen Dollar bewegten aus Wallets, die mit der Krypto-Exchange verknüpft sind. Die Transaktionen fanden in kurzer Zeit statt und haben Spekulationen über einen möglichen Hack ausgelöst, auch wenn Bitget dafür bislang keine Bestätigung gegeben hat.
Große Transfers in kurzer Zeit
Laut Arkham handelte es sich um eine Reihe großer Transfers innerhalb von etwa 20 Minuten. Dabei wurden mehrere mit Bitget gelabelte Hot Wallets und mindestens eine Cold Wallet aktiv. Auffällig ist, dass verschiedene Wallets unterschiedliche Assets an dieselbe Adresse schickten.
Diese Empfangsadresse, 0x770b...63Ee, tauchte mehrfach auf. Sie erhielt unter anderem ETH, AVAX, BNB, USDT, USDC und XAUT. Solche schnellen Wallet-Sweeps können zu einem Hack passen, doch Exchanges verschieben Geld auch regelmäßig intern für die Pflege von Wallets oder Änderungen im Custody-Bereich.
Auszahlungsprobleme sorgen für zusätzliche Fragen
Neben den On-Chain-Bewegungen meldeten Nutzer in sozialen Medien, dass Auszahlungen blockiert wurden. Einige Konten sagten außerdem, dass ein Teil der verschobenen Assets in ETH umgewandelt worden sei, doch das ist im Screenshot nicht zu sehen und bleibt unbestätigt.
Bitget hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben, in der die Transaktionen erklärt oder bestätigt wird, dass es sich um einen Sicherheitsvorfall handelt. Solange das fehlt, bleibt unklar, ob die Transfers auf einen echten Einbruch oder auf internes Wallet-Management hindeuten.
Warum das relevant ist
Für europäische Krypto-Nutzer ist das vor allem deshalb relevant, weil große Exchanges auch außerhalb der Vereinigten Staaten unter genauer Beobachtung stehen, wenn plötzlich viel Geld aus Wallets bewegt wird. Der Kryptomarkt hatte 2026 bereits häufiger mit großen Hacks und Exploits zu tun, was die Aufmerksamkeit für Custody und Auszahlungsprozesse weiter erhöht. Solche Meldungen können daher schnell zu einer breiteren Vertrauensdebatte rund um Exchanges werden.