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Circle stellt cirBTC unter bundesweite Bankenaufsicht

Die Trustbank von Circle soll den 1:1 gedeckten ERC-20-Token sicher mit nativer Bitcoin verknüpfen, mit getrennter Custody und Chainlink Proof of Reserve.

Circle stellt cirBTC unter bundesweite Bankenaufsicht

Wichtigste Erkenntnisse

  • Circle hat cirBTC über Circle National Trust, jetzt First National Digital Currency Bank, N.A., unter bundesweite Bankenaufsicht gebracht.
  • cirBTC ist ein ERC-20-Token, der 1:1 durch native Bitcoin gedeckt wird und weiterhin gegen die zugrunde liegenden BTC einlösbar bleibt.
  • Chainlinks Proof of Reserve und getrennte Konten sollen die Reserven und die Custody von cirBTC transparenter machen.

Circle hat sein Wrapped-Bitcoin-Produkt cirBTC über Circle National Trust, die Trustbank des Stablecoin-Emittenten Circle, unter bundesweite Bankenaufsicht gebracht. Die Konstruktion soll native Bitcoin mit Ethereum-DeFi verbinden, während die zugrunde liegenden Coins in regulierter Custody bleiben und nicht zuerst verkauft werden müssen.

Bundesweite Aufsicht über die Custody

Circle National Trust erhielt am 10. Juli 2026 die endgültige Genehmigung vom Office of the Comptroller of the Currency, der US-Aufsichtsbehörde, die auch große Banken kontrolliert. Seit dem 24. Juli 2026 firmiert die Bank unter dem Namen First National Digital Currency Bank, N.A. und nimmt keine Einlagen oder Kredite an.

Für cirBTC-Inhaber bedeutet das, dass ihre Bitcoin nicht bei einer beliebigen dritten Partei liegen, sondern auf getrennten Konten, die im Insolvenzfall geschützt sind. cirBTC ist ein ERC-20-Token, der 1:1 durch native Bitcoin gedeckt wird und sich auch auf dieser Basis gegen die zugrunde liegenden BTC einlösen lässt.

Damit wird es möglich, Bitcoin in Ethereum-basierten DeFi-Protokollen zu nutzen, ohne die Coins zu verkaufen. Circle durchlief dafür einen Prozess von mehr als einem Jahr, mit einem Antrag im Juni 2025, einer vorläufigen Genehmigung im Dezember 2025 und schließlich dem endgültigen grünen Licht im Juli 2026.

Transparenz bei den Reserven

Ein wichtiger Teil des Aufbaus ist die Reservekontrolle über Chainlinks Proof of Reserve-System. Damit können On-Chain-Bestätigungen zeigen, dass die zugrunde liegenden Bitcoin tatsächlich vorhanden sind, statt sich nur auf periodische Erklärungen eines Wirtschaftsprüfers zu stützen.

Diese zusätzliche Transparenz ist relevant, weil Wrapped-Bitcoin-Produkte in der Vergangenheit häufiger Diskussionen über ihre Custody-Struktur ausgelöst haben. Circle stellt dem nun ein Modell mit bundesweiter Bankenlizenz, getrennten Konten und einer überprüfbaren Reserve-Struktur gegenüber. Das passt zu einem breiteren Trend, in dem auch große Anbieter Bitcoin-Custody für institutionelle Kunden zunehmend normalisieren.

Warum das für DeFi zählt

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem interessant, weil es zeigt, wie weit regulierte Custody inzwischen in DeFi-Produkte hineinreichen kann. Circle verfügt außerdem bereits über eine New York BitLicense und sagt, auch die europäischen MiCA-Regeln einzuhalten, was die Brücke zwischen US-amerikanischer und europäischer Compliance weiter unterstreicht.

Die Kombination aus Bankenaufsicht und On-Chain-Reservekontrolle dürfte vor allem für Akteure relevant sein, die Bitcoin innerhalb von DeFi nutzen wollen, dabei aber mehr Gewicht auf Transparenz und Gegenparteirisiken legen. Sie zeigt auch, dass regulierte Trustbank-Strukturen für Bitcoin und Stablecoins in den USA zunehmend zu einem festen Bestandteil des Marktes werden.


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