Citi startet Bitcoin-Custody für institutionelle Kunden
Die US-Bank ergänzt Custody+ um Bitcoin, neben Settlement, FX und Cash Management für professionelle Anleger. Das passt zur breiteren Integration von Krypto in traditionelle Bankinfrastruktur.

Wichtigste Erkenntnisse
- Citi will später in diesem Jahr Bitcoin-Custody über den neuen Dienst Custody+ für institutionelle Kunden anbieten.
- Custody+ soll Custody, Settlement, Foreign Exchange und Cash Management innerhalb von Citi’s bestehender Infrastruktur beschleunigen.
- Der Schritt passt zu einem breiteren Trend, in dem große Banken Krypto in regulierte Dienste für professionelle Anleger integrieren.
Citigroup will später in diesem Jahr Bitcoin-Custody für institutionelle Kunden anbieten. Damit bringt die US-amerikanische Bank Krypto in dieselbe Infrastruktur, die sie bereits für die Verwahrung traditioneller Assets wie Aktien und Anleihen nutzt.
Custody+ bündelt Dienste
Der neue Dienst heißt Custody+ und soll Custody, Settlement, Foreign Exchange und Cash Management beschleunigen. Die Plattform hat noch kein Startdatum, aber die Bank sagt, dass sie mit Bitcoin beginnt.
Für Kunden bedeutet das, dass sie ihre Bitcoin möglicherweise bei derselben Bank halten können, die auch ihre traditionellen Assets verwahrt. Das könnte den Schritt zu Bitcoin für Institutionen erleichtern, die lieber nicht mit einem separaten Krypto-Custodian arbeiten.
Citi betont, dass die Custody-Sparte in mehr als 100 Märkten aktiv ist, davon 62 mit einem eigenen Custody-Netzwerk. Die Erweiterung passt zu einer breiteren Strategie, digitale Assets in bestehende Dienste für professionelle Anleger aufzunehmen.
Mehr Druck auf traditionelle Banken
Der Schritt von Citi passt zu einer breiteren Bewegung, bei der große Finanzinstitute Krypto immer häufiger in bestehende Bankstrukturen integrieren wollen. Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil der institutionelle Zugang oft über regulierte Anbieter und vertraute Infrastruktur läuft.
Außerdem zeigt es, dass die Nachfrage nach sicherer und regulierter Exponierung gegenüber Krypto innerhalb traditioneller Finanzrahmen weiter wächst. Citi arbeitete bereits 2022 mit METACO an digitalen Custody-Lösungen zusammen, was zeigt, dass dieser Start nicht aus dem Nichts kommt.
Warum das für Bitcoin zählt
Für Bitcoin ist das vor allem ein Signal, dass Custody zunehmend zu einem institutionellen Produkt wird und nicht mehr nur zu einer Nischen-Dienstleistung. Wenn große Banken dieselbe Infrastruktur sowohl für traditionelle Assets als auch für Krypto nutzen, könnte das die operative Hürde für einige Marktteilnehmer senken.
Das sagt noch nichts über die kurzfristige Marktentwicklung aus, unterstreicht aber, dass Bitcoin weiter in die Finanzinfrastruktur eingebettet wird. Das passt auch zur breiteren institutionellen Nachfrage, die sich in den jüngsten Zuflüssen in Spot-Bitcoin-ETFs zeigt, wo professionelle Anleger gerade über regulierte Produkte mehr Exponierung suchen.